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Washington
Amtsantritt ist erst am 20. Januar

Washington. Dem Gesetz zufolge müssen sich die Wahlmänner am ersten Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember treffen. In diesem Jahr ist das der 19. Dezember. Dann geben sie ihre Stimmen für den Präsidenten und den Vizepräsidenten der USA ab. Die Zahl der Wahlmänner hängt von der Bevölkerungsstärke ab. In fast allen Staaten gilt die Regel, dass sämtliche Wahlmännerstimmen an den Kandidaten gehen, der die Mehrheit der Stimmen erhalten hat. Ausnahmen sind Maine und Nebraska. Dort werden die Stimmen der Wahlmänner im Verhältnis zum Wahlergebnis zwischen den Parteien aufgeteilt. Der Verfassung zufolge sind die Wahlmänner nicht verpflichtet, einen bestimmten Kandidaten zu wählen. Allerdings haben in der US-Geschichte dem Nationalarchiv zufolge 99 Prozent der Wahlmänner den Kandidaten ihrer Partei auch gewählt.

Der Kongress ist für die Zählung der Wahlmänner-Stimmen verantwortlich. Dem Gesetz zufolge muss dies am 6. Januar erfolgen. Die Senatoren versammeln sich um 12.30 Uhr (Ortszeit) und gehen in den Versammlungssaal des Repräsentantenhauses. Vor ihnen laufen zwei Pagen, die Kästen aus Mahagoniholz tragen, in denen die Stimmen der Wahlmänner liegen. Die Sitzung des Kongresses wird vom amtierenden Vizepräsidenten geleitet, der dann die Ergebnisse bekannt gibt. Wenn keiner der Kandidaten 270 oder mehr Stimmen erhält, muss das Repräsentantenhaus die Wahl entscheiden.

Die Obamas ziehen im Januar aus dem Weißen Haus aus. Am 20. Januar, dem Tag der Vereidigung, übergeben sie es an Trump. Bis 2018 wollen sie in Washington bleiben, damit ihre jüngere Tochter dort die High School abschließen kann. Wohin es danach geht, ist noch offen.

(ap/RP)
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