| 07.06 Uhr

Düsseldorf
An Gesamtschulen fallen fast sieben Prozent durchs Abi

Düsseldorf. Die Durchfallerquote bei den nordrhein-westfälischen Abiturprüfungen steigt langsam, aber stetig. In diesem Jahr bestanden 3,5 Prozent der Schüler an Gymnasien und Gesamtschulen ihre Abschlussprüfungen nicht - nach 3,4 Prozent im vergangenen Jahr, 2,8 Prozent im Jahr 2013 und 2,2 Prozent 2012. Dabei unterscheiden sich Gymnasien (die rund drei Viertel der Abiturienten stellen) und Gesamtschulen bei der Durchfallerquote massiv: Nur 2,7 Prozent der Gymnasiasten scheiterten an ihren Abschlussprüfungen, aber 6,8 Prozent der Gesamtschüler.

Die Diskrepanz ist seit Jahren zu beobachten, ist aber dieses Jahr deutlich größer als 2014 - die Durchfallerquote an den Gesamtschulen ist fast zweieinhalb Mal so hoch wie am Gymnasium. "Spätestens seit Ende der 90er Jahre wissen wir aus Forschungsarbeiten, dass Abiturienten an Gesamtschulen im Mittel niedrigere Fachleistungen erreichen als an grundständigen Gymnasien", sagt dazu der Kieler Bildungsforscher Olaf Köller. "Das schlägt sich folgerichtig in höheren Durchfallquoten nieder." Seit 2007 hat NRW ein Zentralabitur - das heißt: Die Schulen wählen aus einem landesweiten Angebot Aufgaben für ihre Klausuren aus. Der Aufgabenpool ist für Gymnasien und Gesamtschulen aber derselbe.

Leicht gestiegen auf 1234 ist erneut die Zahl derer, die ihr Abi mit der Bestnote bestanden. Die Quote der "Einsnuller" pendelt seit 2012 um die Marke von 1,5 Prozent, weil auch die Zahl der Abiturienten insgesamt steigt. Für Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sind die Zahlen ein Beleg, dass die Lehrer "ihre Schüler nun schon seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau in die Abiturprüfungen führen".

(fvo)
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