| 07.14 Uhr

Haan
Anna-Lisa Daldorf (27), Lehrerin

Dass ich eine erste Klasse übernehmen würde, war ein paar Wochen vor den Sommerferien klar. Ich habe mich total darüber gefreut; einerseits, weil ich nun eine eigene Klasse bekomme, andererseits auch über das Vertrauen der Kollegen. Ich bin nämlich erst seit Mai an der Grundschule Bollenberg. Vorher habe ich mein Referendariat in Hilden gemacht.

Eine eigene Klasse zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Man baut zu den Kindern eine noch viel engere Bindung auf. Und sicherlich werden wir in den nächsten vier Jahren auch viele lustige und schöne Momente zusammen erleben. Darauf freue ich mich schon sehr.

Ich bin gespannt, wie die ersten Tage in der 1a so laufen - und natürlich darauf, wie die Kinder so sind. Wir hatten zwar schon eine Schnupperstunde, aber so richtig lernt man sich ja erst in den nächsten Wochen kennen. Insgesamt werden es 24 Kinder sein. Das ist eine Größe, mit der man gut arbeiten kann. Zumal in vielen Stunden ja auch noch eine Erzieherin im Unterricht dabei ist.

Am Donnerstag fangen wir aber erstmal ganz locker an: Da gibt es eine Begrüßungsfeier, die Kinder lernen den Klassenraum und ihre Schulpaten kennen und können dann noch mit den Eltern und Großeltern Fotos machen. Und die Schultüte gibt es natürlich auch.

So eine Feier ist für alle immer etwas Besonderes. Ich werde deshalb auch heute noch mal sicherheitshalber die Begrüßungslieder mit den jetzigen Zweitklässlern üben. Sicher ist sicher.

Nervös bin ich eigentlich nicht, auch wenn vieles für mich neu sein wird. An meiner alten Schule haben wir zum Beispiel mit anderen Schulbüchern gearbeitet. Inhaltlich ähnelt sich zwar vieles, schließlich lernen alle Kinder die Zahlen und das Alphabet. Trotzdem musste ich mich natürlich in die neuen Lernmaterialien erstmal einarbeiten.

In den Schulferien habe ich auch schon mal fleißig Materialien ausgedruckt und laminiert. Die Kinder bringen zwar auch einige Sachen mit, aber um Bücher für die Leseecke oder die Materialien für die Freiarbeit habe ich mich gekümmert.

In den vergangenen Wochen war ich deshalb auch mehrmals in der Schule, um das Klassenzimmer einzurichten und zu dekorieren. Ich bin in den Ferien auch noch privat umgezogen - da war das Ein- und Auspacken von Kisten fast schon Routine. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht. Es soll ja alles gemütlich sein, wenn die Kinder kommen. Der Affe, der bei uns in der Klasse auf den Bildern an der Wand ist, ist Emil, unser Klassentier. Der freut sich auch schon auf die Kinder.

Quelle: RP
 
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