Alle NRW-Artikel vom 24. November 2014
Düren

Verfolgungsjagd nach Liebesspiel

Ein kurioser Unfall hat sich gestern Morgen um 2 Uhr in Düren ereignet. Laut Polizei wollte ein 27-jähriger Jüchener nach eigenen Angaben auf einem Parkplatz an der A 4 die Liebesdienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Als er diese bezahlen wollte, entwendete ihm ihr Begleiter das Portemonnaie. Das Duo flüchtete per Pkw, der Jüchener verfolgte sie eine Stunde lang. Schließlich kollidierten beide Fahrzeuge, das Duo flüchtete erneut. Erst dann rief der 27-Jährige die Polizei. Wie sich herausstellte, besaß der Geschädigte jedoch gar keinen gültigen Führerschein. mehr

Essen

Obdachlose in Essen verzichten auf Bier fürs Fegen

Die suchtkranken Teilnehmer des umstrittenen Projektes "Pick up" reinigen zwar die Essener Innenstadt - das ihnen dafür gewährte Freibier hingegen möchten sie nicht, sagt Projektleiter Oliver Balgar. Das Projekt war Anfang Oktober gestartet. Die Suchtkranken, die die Innenstadt säubern, bekommen eine Aufwandsentschädigung von 1,25 Euro die Stunde - von der Suchthilfe gibt es bis zu drei Flaschen Bier am Tag obendrauf. Projektleiter Balgar zieht eine erste positive Bilanz: "Wir waren selbst überrascht, dass die Teilnehmer sehr diszipliniert und pünktlich sind. mehr

Düsseldorf

Christbäume wachsen auf 5240 Hektar

In NRW wachsen Weihnachtsbäume auf Plantagen mit einer Gesamtfläche von etwa 7000 Fußballfeldern. Die Anbaufläche der Weihnachtsbaumkulturen betrug 2013 rund 5240 Hektar, wie aus Daten des Statistischen Landesamts in Düsseldorf hervorgeht. 95 Prozent der Anbauflächen liegen in Westfalen. Seit 2007 schwankte der kommerzielle Weihnachtsbaumanbau in NRW um bis zu fast 1000 Hektar. Von der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche im Land belegten die Weihnachtsbaumkulturen im Jahr 2013 allerdings nur 0,4 Prozent. mehr

Rhein-Kreis Neuss

Auch der Favorit muss kämpfen

Dass die CDU bei der Landratswahl auf Hans-Jürgen Petrauschke setzt, ist keine Überraschung. Wurde der frühere Kreisdirektor vor sechs Jahren vor allem noch als Verwaltungschef wahrgenommen und sein politisches Talent mitunter vielleicht sogar bezweifelt, ist er heute eine der wenigen strahlenden Figuren der CDU im Kreis. Petrauschke hat sich Respekt und Anerkennung erworben, als Verwaltungsleiter und Politiker, im Kreis und in der Region, zum Beispiel durch seine führende Rolle im Regionalrat. Manche Bürgermeisterwahl und Mehrheit ging für die CDU bei den jüngsten Wahlen verloren. Petrauschke ist aus ihrer Sicht die beste Versicherung, damit sich das beim Ringen um den Chefsessel im Kreishaus nicht wiederholt. Dennoch wird auch Petrauschke kämpfen müssen, denn die SPD wittert ihre Chance. Sie hat der CDU zwei Landtagsmandate abgetrotzt, in Dormagen das Bürgermeisteramt zurückerobert und in Rommerskirchen verteidigt. In Neuss macht sich SPD-Kandidat Reiner Breuer Hoffnungen, Herbert Napp im Rathaus abzulösen. Für die Genossen heißt es: "Wenn nicht jetzt, wann dann..." Erfolgsaussichten? Eher zweifelhaft. Petrauschke steht fest im Ring und ist alles andere als ein angezählter Gegner. Frank Kirschstein mehr

Kommentar

Dieser Weg wird kein leichter sein

In grauen Vorzeiten hatte man genau diese Erfahrungen gemacht mit dem lieben Geld oder den überdimensionierten Zielsetzungen. Der HSV Gräfrath stieß in der Vergangenheit schon einmal an seine Grenzen und konnte nur mit allergrößten Mühen einen Totalschaden abwenden. In dieser Saison lassen sich Parallelen ziehen, die Zukunft scheint nicht erst nach der Trainerentlassung von Rene Baude äußerst ungewiss. Die sportlichen Ziele haben längst ihre Bedeutung verloren, viel wichtiger ist es, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Die Demission von Frank Schütz war daher konsequent. In der Mannschaft rumort es an allen Ecken und Enden, die Identifikation scheint komplett auf der Strecke zu bleiben. Im Heimspiel gegen Mainz-Bretzenheim herrschte absolute Trostlosigkeit, beispielsweise gab es auch kein Catering. Das muss sich ändern: Dass sich die wenigen Zuschauer wohlfühlen und der Verein auch in der Außendarstellung ein vernünftiges Bild abgibt. Die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Andreas Spitzer sind zum Handeln gezwungen und müssen den Verein auf einen neuen Kurs bringen. Vielleicht ist das "Zurück zu den Wurzeln"-Prinzip in der derzeitigen Phase das Beste. mehr