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Bochum
Arzt bezeichnet Gehirn von Marcel H. als unauffällig

Bochum. Im Doppelmord-Prozess vor dem Bochumer Landgericht ist ein Radiologe als Zeuge befragt worden, der das Gehirn des Angeklagten Marcel H. eingehend untersucht hat. Die Untersuchung hatte eine Sachverständige angeregt, um herauszufinden, ob das Gehirn des Angeklagten irgendwelche pathologischen Auffälligkeiten zeigt. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, entdeckte der Mediziner aber "keine Besonderheiten". Das Gesamtergebnis der Untersuchung wird in ein psychiatrisches Gutachten einfließen.

Marcel H. überraschte gestern damit, dass er seine dunkelblonden Haare komplett abrasiert hat. Ein Gefängnis-Arzt sagte laut "Bild"-Zeitung aus, der Angeklagte sei bei einer Blutabnahme kollabiert, weil er kein Blut sehen könne. H. hat am Anfang des Prozesses über seinen Verteidiger zugegeben, seinen neunjährigen Nachbarsjungen Jaden und den 22 Jahre alten Christopher, den er aus der Schule kannte, mit Messerstichen getötet zu haben. Ein Urteil wird für Januar erwartet.

(hsr)
 
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