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Düsseldorf/Tihange
Belgischer Reaktor soll nach Brand wieder ans Netz gehen

Düsseldorf/Tihange. Nur wenige Tage nach dem Feuer auf dem Gelände des umstrittenen belgischen Atomkraftwerks Tihange soll der heruntergefahrene Reaktor wieder in Betrieb genommen werden. Wie die Betreiberfirma Electrabel mitteilte, könne Tihange 1 heute um Mitternacht wieder hochgefahren werden. Nach dem Brand hatte die NRW-Landesregierung die Stilllegung der Anlage und deshalb Unterstützung aus Berlin gefordert.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht jedoch keine Möglichkeit für die Bundesregierung, die Sicherheitsmaßnahmen in Tihange zu beeinflussen. "Wir teilen die Sorgen der Bevölkerung im grenznahen Gebiet. Allerdings sind die Kompetenzen in Europa bei der Frage der Energieversorgung klar geregelt. Das sind Fragen, die in nationaler Souveränität entschieden werden", sagte Hendricks unserer Redaktion. Sie sei aber in ständigem Austausch mit den belgischen Behörden. "Die belgische Regierung kennt unsere atomkritische Haltung." Man setze sich dafür ein, dass Belgien die Sorgen und Belange der deutschen Bevölkerung angemessen berücksichtigt. "Wir werden den Sicherheitszustand der belgischen AKW auch in Zukunft immer wieder ansprechen."

Der Energiekonzern Electrabel hat nun auch den ebenfalls umstrittenen Reaktor Doel 3 bei Antwerpen wieder hochgefahren, der im März 2014 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden.

Quelle: RP
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