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Düsseldorf
Betroffene Mienen in Düsseldorf

So erlebten Düsseldorfer die US-Wahl
So erlebten Düsseldorfer die US-Wahl FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. 300 Gäste diskutierten am frühen Morgen beim Election Breakfast die Wahlsensation.

Donald Trump als nächster US-Präsident? Als die Türen der Landesmedienanstalt (LfM) im Düsseldorfer Medienhafen sich gestern am frühen Morgen für die ersten Gäste des Election Breakfast öffneten, verdichteten sich die Anzeichen für einen Sieg des Milliardärs. Für die meisten Teilnehmer an der von der "Rheinischen Post" gemeinsam mit dem US-Generalkonsulat, dem Amerika Haus sowie der LfM organisierten Wahlparty war das eine faustdicke Überraschung. Als nacheinander die wichtigsten "Swing-States" an Trump fielen und sein Sieg schließlich feststand, trugen viele der rund 300 Gäste betroffene Mienen zur Schau.

RP-Chefredakteur Michael Bröcker und Chefkorrespondent Matthias Beermann fingen in Interviews erste Reaktionen ein. "Ich glaube, wir behalten stabile Beziehungen. Dieser Machtwechsel wird nicht alles auf den Kopf stellen", beschwichtigte US-Generalkonsul Michael Keller. Auch Alexander Schröder-Frerkes, Chairman der American Chamber of Commerce NRW, mochte nicht an unmittelbare Auswirkungen der Wahl auf die Wirtschaftsbeziehungen glauben. "Aber die protektionistischen Tendenzen von Trump sind natürlich ein Problem", schränkte er ein.

Große Ratlosigkeit herrschte insbesondere zur Frage, welchen außenpolitischen Kurs der neue US-Präsident wohl einschlagen wird. "Man muss ganz ehrlich sagen, so genau wissen wir das nicht", sagte Friedrich Merz, Vorsitzender des transatlantischen Netzwerks Atlantik-Brücke. "Es bleibt abzuwarten, mit welchem Team Trump an den Start geht und wie er mit der republikanischen Mehrheit im Kongress zurechtkommt." An einer Sache komme aber kein amerikanischer Präsident vorbei, betonte der live aus Berlin zugeschaltete US-Botschafter John Emerson: "Gute deutsch-amerikanische Beziehungen sind für uns unverzichtbar."

Ist der Trump-Sieg auch eine Warnung an die etablierten Parteien in Deutschland? "Wir müssen darauf achten, dass wir den Bürgern unser Handeln noch besser erklären", sagte Sylvia Löhrmann, stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und Schulministerin.

Quelle: RP
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