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Mönchengladbach
Busfahrer findet Zielort nicht und setzt Flüchtlinge einfach ab

Mönchengladbach. Bei der Bezirksregierung Arnsberg räumt man ein, bei der Verteilung von Flüchtlingen in Mönchengladbach gestern einen Fehler gemacht zu haben. Als Folge einer Kommunikationspanne wurden zunächst 50 Flüchtlinge aus einer Notunterkunft des Landes gegen 5 Uhr morgens abgeholt. Der Grund: Da sie ab heute der Stadt Mönchengladbach zugewiesen sind, sollten sie zu einer Verwaltungsstelle gefahren werden, um Anträge auf Sozialhilfe und andere Leistungen auszufüllen. Da die Arnsberger ein niederländisches Busunternehmen mit dem Transport beauftragt hatten, war der Fahrer ortsunkundig und setzte die Frauen, Männer, Kinder und Säuglinge gegen 5.30 Uhr versehentlich am zentralen Einkaufszentrum Minto ab. Gegen 7 Uhr riefen Anwohner, die sich über die Menschenansammlung wunderten, bei der Polizei an. Gemeinsam mit der Feuerwehr kümmerten sich die Beamten um die Flüchtlinge. Ein städtischer Bus brachte die durchgefrorenen Menschen wieder zurück in die Zeltstadt. Im Laufe des Tages gab es einen erneuten Transport zur Verwaltung, und anschließend wurden die 50 Menschen auf städtische Notunterkünfte verteilt. Von Inge Schnettler

Ein Sprecher der Arnsberger Bezirksregierung sprach gestern von einer "sehr, sehr unglücklichen Situation". Er sagte: "Wir haben pro Tag 700 Bustransfers. Noch wissen wir nicht genau, an welcher Stelle es gehakt hat, sind aber dabei, dies zu klären." Denn solch ein folgenschwerer Fehler solle kein weiteres Mal passieren. Der für die Unterbringung der Flüchtlinge in der Stadt zuständige Dezernent Gert Fischer habe bei einem Telefonat mit der Bezirksregierung "sehr deutliche Worte gefunden", hieß es.

Quelle: RP
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