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Leverkusen
Das tödliche Stau-Ende auf der A1

Leverkusen. Um Unfälle zu verhindern, soll eine Blitzanlage wie am Elzer Berg kommen.

Mindestens fünf Menschen sind in diesem Jahr bereits bei Unfällen auf der Autobahn 1 zwischen der Anschlussstelle Wermelskirchen und dem Kreuz Leverkusen ums Leben gekommen. Das letzte Opfer, ein 32-Jähriger, war am Dienstag mit seinem Kleintransporter auf einen Sattelschlepper am Ende eines Staus aufgefahren. Der Mann musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Er erlag jedoch seinen schweren Verletzungen.

Auch nach diesem Unfall wird sich die Verkehrsunfall-Konferenz zusammensetzen. Die Polizei Köln und die Bezirksregierung werden die Ursachen analysieren und prüfen, wie ein Sprecher der Kölner Polizei sagte. Auf dem Streckenabschnitt hat es in diesem Jahr bis Ende Juni bereits 245 Unfälle gegeben - davon 24 mit Personenschaden. Vier Menschen starben, zwölf wurden schwer und 28 leicht verletzt. Viele Unfälle, besonders die mit gravierenden Folgen, passieren, weil Auto- und Lkw-Fahrer aufs Stauende fahren.

Der Stau entsteht, weil die Leverkusener Brücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt ist und somit die Lkw vorher auf die A 3 abgeleitet werden - dort stehen die Fahrzeuge in langer Schlange auf der rechten Spur. Wichtig sei, die Geschwindigkeit vorher zu drosseln, erklärt der Sprecher. Eine sogenannte Bodenwarntafel mit flackerndem Licht soll Autofahrer auf die Staugefahr hinweisen. Zu Jahresbeginn soll zudem eine Blitzanlage ähnlich der Anlage auf der A 3 am Elzer Berg im Westerwald installiert werden, damit der Verkehr frühzeitig abbremst und sich so verlangsamt. "Tempolimits und Warnschilder werden Unfälle nicht verhindern, wenn ein Fahrer unaufmerksam ist", betont der Polizeisprecher. Doch für die Menschen könne es ein überlebenswichtiger Unterschied sein, ob das Fahrzeug mit 40 oder mit 100 km/h auf ein Hindernis pralle. Der Elzer Berg war lange ein Unfallschwerpunkt, die Zahl der Kollisionen ging um etwa 80 Prozent zurück.

Andere Maßnahmen zeigen auf der A 1 bereits Wirkung: In Fahrtrichtung Koblenz wurde der Verkehr getrennt, wie der Polizei-Sprecher berichtet. Die linke Spur für Fahrer, die nicht auf die A 3 wollen, wurde einen Kilometer vor dem Kreuz Leverkusen auf die Fahrbahn des Gegenverkehrs verlegt, somit die Differenzgeschwindigkeit zwischen fließendem und im Stau stehendem Verkehr verringert.

(mso)
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