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Essen
Essen: Großrazzia gegen Kriminalität in Problemviertel

Essen. Acht Festnahmen, mehr als 20 Strafanzeigen und Hunderte Kilogramm Tabak und Drogen: Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Razzia in Essen. Dabei wurden am Donnerstagabend mehr als 600 Menschen und rund 100 Geschäfte und Bars in der nördlichen Innenstadt durchsucht, wie die Essener Polizei mitteilte. Festgenommen wurden unter anderem ein mit Haftbefehl gesuchter und zwei zur Abschiebung ausgeschriebene Männer. Das Viertel ist nach Angaben eines Polizeisprechers ein Kriminalitätsschwerpunkt. Dort ereigneten sich bereits mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen türkisch-libanesischer Familienclans.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) begleiteten den Einsatz. "Wir wollen zeigen, dass der Staat da ist, dass die Polizei sich kümmert", sagte Reul. "Essen ist eine der sichersten Großstädte Deutschlands", sagte Kufen. "Bürger sind heute aber sensibler. Diesem höheren Anspruch an Sicherheit müssen wir als Stadt gerecht werden." Seit rund zwei Jahren finden deshalb in Essen vermehrt Razzien statt. Bis 2020 will die Stadt die Mitarbeiteranzahl des Ordnungsdienstes verdreifachen.

(mba/dpa)
 
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