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Düsseldorf
Eurowings-Pilot lässt Passagiere auf Rollfeld zurück

Düsseldorf. Eine Maschine der Lufthansa-Tochter Eurowings hat mehr als die Hälfte ihrer Passagiere auf dem Rollfeld des Düsseldorfer Flughafens zurückgelassen. Der Flug am Freitagabend nach Dresden war schon mehr als zwei Stunden verspätet gewesen, am Gate war es bereits zu Tumulten gekommen, so dass die Bundespolizei die Passagiere hatte beruhigen müssen. Als die mit zwei Bussen zur Maschine gebracht wurden, ließ der Pilot nach dem Einsteigen der ersten Busbesatzung von etwa 40 Fluggästen die Türen seines Flugzeuges schließen, startete die Turbinen und machte sich auf den Weg. Der andere Bus, in dem zwischen 70 und 90 Menschen waren, musste wieder umkehren. Die Passagiere durften wählen, ob sie per Bus oder Flug am nächsten Tag befördert werden wollten.

Hintergrund der Entscheidung sei der enge Zeitplan gewesen, so Eurowings. Wer bis 21.49 Uhr nicht startbereit ist, darf wegen des Nachtflugverbotes nicht mehr vom Düsseldorfer Flughafen starten. Ein Sprecher von Eurowings sprach von einem "Ausnahmezustand" und berief sich auf Streiks in Italien und die Wetterlage, außerdem habe es ein Kommunikationsproblem gegeben, der Pilot habe nicht gewusst, dass der zweite Bus bereits am Flugzeug gewesen sei. Stammnutzer der Strecke sprechen hingegen von ständigen Verspätungen.

(tt)
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