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Düsseldorf
Ex-Polizeipräsident: Kriminalität in Köln "unerträglich"

Düsseldorf. Mit erstaunlicher Offenheit hat der ehemalige Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers gestern im Landtag die weitgehende Ohnmacht der Polizei gegen die wachsende Kriminalität in der Stadt beschrieben: "Ich fand es unerträglich. Aber ich musste mit den personellen und finanziellen Ressourcen arbeiten, die ich hatte." Albers stand erneut als Zeuge vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA), der die Vorgänge der Kölner Silvesternacht aufklären will. Gestern ging es darum, ob ein Vorfall dieser Art absehbar war.

Albers sagte dazu: "Taschendiebstähle spielten in Köln schon immer eine herausragende Rolle." Während die Täter früher zumeist aus Osteuropa kamen, seien es in den vergangenen Jahren überwiegend Nordafrikaner gewesen, später auch häufig Bewohner aus Flüchtlingsheimen. Angesichts des dramatischen Anstiegs der Fallzahlen habe sein Präsidium zuletzt bereits "die Deckelung des Zuwachses auf 25 Prozent als Erfolg" bewertet.

(tor)
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