Existenzgründung
Förderdschungel im Blick
Experten der WGZ Bank kennen sich mit den Hilfen aus. Davon profitieren Gründer. Von Nicole Wildberger

Ein 48-jähriger Mann aus dem Rheinland will einen Design-Shop für Einrichtungsobjekte und Wohnaccessoires eröffnen. Um dieses Ladengeschäft zu finanzieren, braucht er Inventar: ein erstes Warenlager, Werbung zur Eröffnung, eine Mietkaution und Betriebsmittel für das Geschäft.

Insgesamt waren so 78 000 Euro notwendig, um den Traum von der Existenzgründung zu realisieren, über die der Gründer in spe nicht verfügte. Er setzte sich mit seiner Hausbank in Verbindung, die wiederum die Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen, die WGZ Bank, kontaktierte.

Das Haus mit seinem Stammsitz in Düsseldorf ist neben seiner Funktion als Zentralbank und Dienstleister für die Volksbanken und Raiffeisenbanken auch Finanzierungspartner des nordrhein-westfälischen Mittelstandes.

In dieser Funktion kontaktierte die örtliche Volksbank Jochen Oberlack, Berater bei der Investitionsförderung der WGZ Bank. Seine Aufgabe ist es, als Sachwalter zwischen der Hausbank und den Förderban-ken zu vermitteln, die wie im Falle einer Existenzgründung öffentliche Mittel zur Verfügung stellen. Denn Fördermittel gibt es zwar viele aus den unterschiedlichsten Quellen – doch nur wenige Fachleute haben einen Überblick über den Förderdschungel.

Jochen Oberlack ist einer dieser Fachleute. In den Fällen wie dem des Design-Shop-Gründers prüft er zunächst einmal die Voraussetzungen der Existenzgründung. "Erstens muss der Gründer die notwendige Qualifikation für die Gründung haben, zweitens muss genügend kaufmännischer Sachverstand vorliegen, um wirtschaftlich arbeiten zu können, und drittens muss er vor allem über ein Alleinstellungsmerkmal in seinem Bereich verfügen", erklärt der Investitionsfachmann.

Sind diese drei Voraussetzungen erfüllt, dann wählt Jochen Oberlack die passenden Finanzierungsmittel für den Existenzgründer aus. Im Falle des potenziellen Shop-Eigners konnte der WGZ-Experte durch intensive Kommunikation zwischen der Hausbank, dem Gründer, der WGZ Bank selbst und den einzelnen Finanzierungsbanken eine Finanzierung ermöglichen, die die Einbindung öffentlicher Mittel vorsah.

Der Design-Shop erhielt erstens Mezzaninekapital von der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Stärkung des geringen Eigenkapitals, zweitens einen NRW-Gründerkredit der landeseigenen NRW-Bank als zinsgünstige Finanzierungskomponente sowie drittens eine Bürgschaft der Bürgschaftsbank NRW als Ersatz für die fehlenden Sicherheiten des Kunden.

Die Rolle der WGZ Bank bei dieser individuellen Finanzierung umschreibt Jochen Oberlack folgendermaßen: "Wir sind ein Kompetenzzentrum in Sachen Existenzförderung, das den Überblick über die Fördermöglichkeiten hat und diese Dienstleistung unseren Mitgliedsbanken anbietet, wenn sie sich an uns wenden."

Außerdem können die Experten auch einen prüfenden Blick auf die Gründungsvorhaben werfen und schnell beurteilen, ob eine Idee auch eine realistische Erfolgsaussicht hat. Eine Konstellation also, von der alle nur profitieren können.

Quelle: RP