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Düsseldorf
Feiertagsdienst empört Polizisten

Düsseldorf. Erstmals müssen sich auch Hundertschaften an den Feiertagen bereit halten.

Dass die Polizei auch an Weihnachten und zum Jahreswechsel verstärkt im Einsatz ist, dagegen sei aufgrund der aktuellen Gefahrenlage nichts einzuwenden, sagt Arnold Plickert, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Unmut rege sich aber dennoch unter den Sicherheitskräften. Denn um auch an den Feiertagen schlagkräftig zu sein, hat das Innenministerium den Hundertschafen 24-stündige Rufbereitschaften verordnet. Die betroffenen Polizisten müssen während dieser Zeit ihre Dienststelle, wenn nötig, in 60 Minuten erreichen können. Für diesen Dienst auf Abruf bekommen sie drei Arbeitsstunden gutgeschrieben. "Jetzt versauen sie uns Weihnachten" - das sei die Meinung vieler Kollegen gewesen, als sie von der Regel erfuhren, sagt Plickert. Zwar ist gesetzlich vorgesehen, dass eine Rufbereitschaft nur zu einem Achtel abgegolten wird. Die GdP aber findet, dass die Rufbereitschaften an den Feiertagen "mindestens im Verhältnis 1:2 vergütet werden müssten", sagt Plickert.

Dass je eine Hundertschaft, bestehend aus drei im Land verteilten Zügen, mit insgesamt 123 Sicherheitskräften über die Feiertage auf Abruf bereit steht, ist ein Novum in NRW. "Wir tragen der Belastung der Bereitschaftspolizei und dem aktuellen Sicherheitsbedürfnis Rechnung", sagt ein Sprecher des Innenministeriums. Die Regeln zur Abgeltung seien im Übrigen mit dem Hauptpersonalrat der Polizei abgestimmt worden. "Der hatte keine Bedenken", sagt der Ministeriumssprecher.

(kl)
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