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Bonn
Feuerwehr rettet sechs Menschen aus Rhein

Bonn. Beim Versuch, einen in Not geratenen Schwimmer aus dem Rhein zu retten, sind am Donnerstagabend in Bonn fünf Menschen selbst in Lebensgefahr geraten. Sie sprangen in den Fluss, konnten sich dann aber nicht mehr aus der Strömung befreien. Rettungskräfte konnten alle sechs Personen bergen. Zwei der Schwimmer wurden wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. Zu Beginn des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte von einer Menschenmenge an der Rettung gehindert. Etwa 200 Personen standen am Ufer, die Rettungskräfte mussten sich erst einen Weg durch die Menge bahnen, um zu den Schwimmern vorzustoßen. "Dabei wurden die Helfer lautstark aufgefordert, die Menschen aus dem Rhein zu retten", so Martin Haselbauer, Sprecher der Bonner Feuerwehr. Zudem habe die Feuerwehr weitere Menschen davon abhalten müssen, in den Rhein zu springen.

Warum der erste in Not geratene Schwimmer überhaupt ins Wasser geriet, ist bislang unklar. Eine Personengruppe entdeckte ihn in der Nähe der Kennedybrücke, als er sich hilflos an einem Seil eines Bootsanlegers festhielt. Mit Eintreffen der Feuerwehr sprangen fünf der Personen in den Fluss, um den Mann aus seiner Lage zu befreien. Durch die starke Strömung gerieten sie allerdings selbst in Gefahr. Einer der Schwimmer wurde sogar unter einen Steg gedrückt und dabei fast bewusstlos. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft konnten alle Schwimmer aus dem Rhein retten.

Die Feuerwehr bezeichnet die Aktion der fünf vermeintlichen Helfer als fahrlässig. Passanten, die eine hilflose Person in einem Fluss entdecken, rät Hasselhuber, zunächst den Notruf zu wählen, statt sich selber ins Wasser zu begeben.

(tsp)
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