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1000 Kilometer NRW
An Schlössern vorbei nach Zons

1000 Kilometer NRW: An Schlössern vorbei nach Zons
Die Tour endet an der Feste Zons. Dort können Radfahrer entscheiden, ob sie mit der Fähre übersetzen und nochmal 20 Kilometer bis Düsseldorf-Hamm fahren oder die Bahn ab Dormagen zurücknehmen. FOTO: imago
Mönchengladbach. Von Schloss Rheydt zur Feste Zons führt die 43,4 Kilometer lange Radroute. Auf der beschaulichen Tour gibt es viele Einkehrmöglichkeiten. Von Leslie Brook

Der Niederrhein ist für seine zahlreichen Schlösser bekannt, doch wie vielfältig diese sind, lässt sich am besten entdecken, wenn man sie nacheinander mit dem Rad ansteuert. Vier Schlösser - Rheydt, Liedberg, Dyck und Hülchrath - sowie zwei Klöster - Langwaden und Knechtsteden - liegen auf der 43,4 Kilometer langen Route, die nur wenige Steigungen beinhaltet. Dennoch sollte man für diese vermeintlich kurze Tour genug Zeit einplanen, denn alle diese Sehenswürdigkeiten lohnen einen Stopp, sodass die Runde mit Besichtigungen und Einkehr in Klosterstuben, Schlosscafés oder Biergärten gut und gerne einen dreiviertel Tag in Anspruch nimmt.

Die Tour Am Schloss Rheydt in Mönchengladbach kann das Auto kostenfrei geparkt werden. Um den Ausgangspunkt, eine kleine Holzbrücke an der Niers, zu erreichen, folgt man zunächst der Baumallee hinter dem Schloss, die parallel zur Niers verläuft. Dort biegt man rechts ab auf die zweite Brücke Richtung Neersbroich. Am ersten Haus rechts schwenkt man in die Bruchstraße ein und folgt dieser, bis links die Niederrheinroute auftaucht. Die Euroga-Route ist hier markiert. Die Schilder lotsen über die Landstraße in den Korschenbroicher Wald. An der ersten Wegekreuzung halblinks halten, dann erreicht man über einen Feldweg die Leppershütte. Auf der Straße geht es rechts nach Haus Horst und dann wieder auf die Euroga-Route. Auf dieser Strecke geht es hinauf - es ist eine der wenigen Steigungen auf der Tour - zum Schloss Liedberg um die Quarzitkuppe herum.

Das Liedberger Schloss aus dem 14. Jahrhundert wurde kürzlich restauriert, es kann aber nicht besichtigt werden, da sich darin Privatwohnungen befinden. Sehenswert ist auch der historische Ortskern mit den vielen Fachwerkhäusern. Für Schloss Dyck, wohin die Route als nächstes führt, sollte man sich etwas mehr Zeit lassen. Für zwölf Euro Eintritt lassen sich das gelbe Wasserschloss und der Park erkunden - wer schon jetzt den Wunsch nach einer kleinen Stärkung verspürt, kann sich im Bistro niederlassen. Doch auf der Strecke finden sich noch mehrere außergewöhnliche Möglichkeiten zur Einkehr, deshalb unbedingt noch etwas Appetit behalten!

FOTO: RP

Nun führt die Tour zu den kleinen Ortschaften Aldenhoven und Hemmerden. In Aldenhoven (was ab Schloss Dyck gut ausgeschildert ist) in die Schlossstraße einbiegen, dann erreicht man die Straße nach Hemmerden. Dort links in den Kirchplatz, dann rechts in die Wittgesgasse einbiegen, dann rechts die Landstraße und später links den Radweg neben dem Hemmerdener Weg nehmen. Die Tour führt idyllisch über Felder, doch ist die Autobahn gar nicht weit entfernt. Es gilt die A 46 über eine Brücke zu queren und dann weiter Richtung Wevelinghoven zu fahren. Dort trifft man auf die Erft. Noch vor der Brücke führt der Weg links ab (markiert mit X3) am Erftufer entlang. Dann überquert man den Fluss und fährt auf dem Erftradweg/der Niederrheinroute durch den Ort.

Dem Radweg weiter folgen bis zum Kloster Langwaden. Wer noch nicht dort war, aber bayerische Wirtshäuser mag, wird es lieben. Denn dort gibt es eine zünftige Stube und einen Biergarten, in dem Weltenburger Klosterbier ausgeschenkt wird. Mittags wird ein günstiges Tagesgericht für 4,95 Euro serviert, außerdem gibt es saisonale Gerichte wie Spargel. Nachmittags werden Waffeln und Kuchen angeboten. Gestärkt geht es weiter ins nahegelegene Hülchrath, die Tour selbst führt nach rechts über die Euroga-Route weiter. Wer aber einen Abstecher nach links zum Schloss macht, wird dort das "Kleine Café am Schloss" (mit selbstgebackenem Kuchen) entdecken. Der eigentlichen Route über die Felder bis Gohr folgen (zieht sich etwas), dannschön schattig durch den Wald bis zum Kloster Knechtsteden. Hier gibt es ebenfalls einen Biergarten. Stöbern kann man wie auf einem Flohmarkt im Klosterladen am Eingang.

Von dort folgt man fast bis zum Ziel der Niederrheinroute. Am Ende geht es links Richtung Dormagen und schließlich weiter nach Zons. Dort reihen sich die Lokale und Eiscafés dicht aneinander. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten: d en Weg zurück nach Dormagen antreten und dort mit dem Rad in die Bahn steigen und über Neuss nach Korschenbroich fahren (von dort sind es mit dem Rad ca. 15 Minuten bis Schloss Rheydt). Oder wer die Tour noch um ein Schloss erweitern will, kann dies ohne weiteres tun, indem er mit der Fähre übersetzt und auf der anderen Rheinseite durch die Urdenbacher Kämpe, den Benrather Schlosspark, Himmelgeist und am Rhein entlang bis zur S-Bahn-Station in Düsseldorf-Hamm fährt (zirka 20 Kilometer) - Ankunft im Sonnenuntergang.

Quelle: RP
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