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1000 Kilometer NRW
Von Punkt zu Punkt durchs Neusser Land

1000 Kilometer NRW: Von Punkt zu Punkt durchs Neusser Land
Schloss Hülchrath FOTO: Michael Reuter
Neuss . Der Rhein-Kreis Neuss bietet Kultur, Natur und Geschichte auf kleinem Raum. Nummerierte Wegeweiser, Knotenpunkte, führen ans Ziel. Von Lena Lange

Im Rhein-Kreis Neuss können Fahrradfahrer gar nicht auf die falsche Route gelangen. 115 Knotenpunkte weisen ihnen den Weg und leiten sie zu den schönsten Orten im Kreisgebiet. Wir folgen ihnen.

Unsere Tour führt vom Clemens-Sels-Museum über das Neusser Epanchoir und den mittelalterlichen Stadtkern, die Insel Hombroich, den strategischen Bahndamm bis hin zu Schloss Hülchrath – wer alles besichtigen will, kann das unmöglich an einem Tag schaffen. In dem Fall bietet es sich an, die Tour in mehreren Etappen zu machen.

Wir starten an der Erftmündung bei Knotenpunkt Nummer 30 mit Blick auf den Neusser Sporthafen und den Scheibendamm. Zu Knotenpunkt 30, der am Rheinradweg liegt, gehört eine Tafel mit Karte zu den weiteren Knotenpunkte in der Umgebung. Von Punkt zu Punkt wollen wir uns an den Wegweisern entlanghangeln.

FOTO: RP Grafik

Wir umrunden den Sporthafen, unser Weg führt Richtung Süden, zum Knotenpunkt 1. Den Weg weist uns ein quadratisches rotes Täfelchen. Es geht durch das alte Dorf Grimlinghausen und in den Uedesheimer Rheinbogen. Dieses Naturschutzgebiet durchzieht ein alter Rheinarm mit Kopfweiden.

Inmitten in der Neusser Pferdegegend, die von grünen Wiesen und Holzzäunen geprägt ist, sehen wir die Nummer 81, dahinter erheben sich in etwa 20 Kilometer Entfernung Braunkohlekraftwerke und die riesige Abraumhalde "Vollrather Höhe" bei Grevenbroich.

Wir fahren nun in Richtung Rhein zu Punkt 83, wo wir in den Rheinterrassen Kaffee und Kuchen mit Rheinblick genießen. Gegenüber liegt der Düsseldorfer Vorort Himmelgeist. Wir fahren weiter bis zur Bundesstraße 9, überqueren diese und fahren ein Stück an der Straße entlang Richtung Süden.

Wir lassen einige Punkte hinter uns, passieren das Stürzelberger Industriegebiet in Dormagen, den Ort Delrath und gelangen zum Nievenheimer Bahnhof. Falls die Beine müde sind, können Radler hier mit der S11 nach Neuss und Düsseldorf, Dormagen oder Köln fahren. Wir aber radeln am Nievenheimer Ortsrand entlang zum Knotenpunkt 45.

Ganz in der Nähe liegt der Straberger-Nievenheimer See. Wir aber fahren über den "Mühlenbusch", ein Waldgebiet, das sich über den Knechtstedener Busch bis zum Chorbusch im Norden von Köln erstreckt, Richtung Rosellerheide im Süden von Neuss.

Wir erreichen das rheinische Rübenrevier und den Biohof "Pfannenschuppen" und seinem Hofladen. Nach dem kleinen Zwischenstopp gelangen wir nach Hülchrath mit seiner Wasserburg.

Einige Kilometer weiter überqueren wir die Erft und dürfen wieder rasten: Im Biergarten "Altes Bootshaus" am Flussufer machen wir es uns unter den Sonnenschirmen bequem und strecken die Beine aus.

Der nächste Knotenpunkt, Nummer 64, steht am Rand der Langen Foundation auf einer sanften Erhebung und markiert mit 67,5 Metern den höchsten Punkt der ansonsten pfannkuchenflachen Stadt Neuss.

Wir halten uns Richtung Skihalle. Durch alte Obstwiesen, vorbei an Bauernhöfen und durch den Stadtwald gelangen wir zu einer Kastanienallee am Nordkanal. Am Ende führt der Weg rechts unter einer Bahnlinie hindurch wieder zurück in städtische Gefilde. An einer Trinkhalle endet der Weg an einer viel befahrenen Straße am Knoten 39. Hier müssen wir etwas aufpassen: Der Knoten 39 ist nicht gleich zu erkennen, denn er liegt hinter der Bahnunterführung, die wir auf der linken Seite sehen. Wir fahren nun Richtung Innenstadt und weiter zum Sporthafen. Dort lassen wir uns im Café Panorama mit Rheinblick nieder und beschließen, ganz schnell wiederzukommen.

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