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Köln
Betonklötze sichern Weihnachtsmärkte

Die schönsten Weihnachtsmärkte in NRW 2017
Die schönsten Weihnachtsmärkte in NRW 2017 FOTO: Günter von Ameln
Köln. Nach den Terroranschlag werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Betonklötze, Poller und mehr Polizei: Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen sollen die Besucher von Weihnachtsmärkten vor Anschlägen schützen. Viele Städte in Nordrhein-Westfalen haben in Zusammenarbeit mit der Polizei ihre Sicherheitskonzepte überarbeitet. In Essen und Düsseldorf zum Beispiel werden zum ersten Mal Sperren aus Beton errichtet, um zu verhindern, dass Fahrzeuge in Menschenmengen fahren. Am 19. Dezember 2016 hatte der Attentäter Anis Amri einen Lastwagen in einen Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert und insgesamt zwölf Menschen getötet.

In Essen sollen an 17 Stellen rund um die Veranstaltungsfläche zusammen 70 Sperrblöcke aufgestellt werden. Hierbei handele es sich um mobile Sperren - Betonklötze mit dazwischen gebundenen Stahlseilen - oder um feste Bollwerke aus Beton mit einem Gewicht von je 2,5 Tonnen. Die Kosten von rund 110.000 Euro trage die Stadt, hieß es.

Auch Düsseldorf will Betonblöcke einsetzen. "Man kann zwar keine absolute Sicherheit schaffen. Aber so errichten wir zumindest hohe Hürden in Bezug auf Anschläge mit Fahrzeugen", sagte Ordnungsdezernent Christian Zaum.

In Köln sollen ebenfalls Betonklötze oder Fahrzeug-Sperren die Zufahrten zu den Weihnachtsmärkten am Dom und in der Altstadt verhindern. Zugangskontrollen seien zunächst nicht geplant, könnten aber zeitnah eingerichtet werden, sofern ein konkreter Anlass bestehe, sagte ein Polizeisprecher. "Wir setzen vor allem auf die sichtbare Präsenz der Polizei." Beamte in Uniform sollten ständig auf den Märkten unterwegs sein und so das Sicherheitsempfinden der Besucher stärken und potenzielle Täter abschrecken.

Münster sichert die Wege zu den fünf Weihnachtsmärkten in der Innenstadt mit Sperren aus Bussen und Lkw. "Als dauerhafte Lösung planen wir versenkbare Poller", sagte eine Stadtsprecherin. Die ersten Poller sollen zum Katholikentag im Mai 2018 installiert sein. Aachen setzt bereits beim diesjährigen Weihnachtsmarkt erstmals versenkbare Poller ein. Da diese zum Start aber erst zum Teil eingebaut sein werden, kommen auch hier noch Lkw-Barrikaden zum Einsatz. In Bonn werden nach Angaben eines Stadtsprechers an drei neuralgischen Punkten Sperren errichtet.

(dpa)
 
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