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Gespräche ohne Sprache im FFT

Wie sieht die Choreografie eines Gesprächs aus? Was passiert, wenn ein Dialog in seine Bestandteile zerlegt wird?

Die jungen Künstlerinnen Jolika Sudermann und Alma Söderberg sind diesen Fragen nachgegangen. Entstanden ist die Performance "A talk", die das Duo im FFT zeigt. Beim Einlass sitzen sie bereits auf Stühlen und stampfen, klatschen, schnipsen sich warm. Ein kompliziertes Spiel aus Rhythmus, Gesang und einer Choreografie der Hände entsteht. Minutenlang variieren sie Rhythmuslinien, die mal synchron, mal gegeneinander laufen, sich antreiben oder verebben. Bis sie am Ende in ein reales Gespräch übergehen und anfangen, locker über sich zu reden. Doch die Sätze zerfleddern zunehmend, führen zu keinem Inhalt mehr, zerfallen in "Ähs" und verlegene Lacher.

Eindrucksvoll ist, wie genau die beiden Menschen beim Sprechen beobachtet haben und dies in ihr Spiel einbauen. So verwenden sie einmal nur "Mmh"-Laute, doch ist der Verlauf des Gesprächs sofort klar. Oder sie nutzen Wortsilben für einen Rap-Gesang.

Verspielt, sympathisch und professionell ist das alles. STEPHANIE TORLOXTEN

Quelle: RP
 
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