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Mönchengladbach
Gladbacher Vergewaltigung - Mädchen belog die Ermittler

Mönchengladbach. Der Fall einer 15-Jährigen aus Mönchengladbach, die angeblich in der Gladbacher Innenstadt vergewaltigt worden sein soll, hat eine überraschende Wende erfahren: Die Polizei ermittelt nun gegen die Schülerin wegen Vortäuschung einer Straftat. "Bei der Rekonstruktion der Tatabläufe ergaben sich deutliche Zweifel an den Aussagen des Mädchens", sagte ein Polizeisprecher gestern. Nach mehrfachen Verhören habe die 15-Jährige schließlich eingeräumt, bei entscheidenden Details gelogen zu haben.

Nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern hatte sich der Beschuldigte bei der Polizei gestellt. Er sagte aus, dass es mit der 15-Jährigen nur einvernehmliche Annäherungen gegeben habe. Gewalteinwirkungen stritt er vehement ab. Daraufhin wurde das Mädchen von der Kripo erneut einbestellt und verstrickte sich in Widersprüche.

Die vermeintliche Vergewaltigung der 15-Jährigen in Bahnhofsnähe hatte wohl auch wegen der Vorfälle in der Silvesternacht in Köln für erhebliches Aufsehen gesorgt. Bürgerwehren formierten sich in der Stadt.

Die Ermittlungen der Mönchengladbacher Kriminalpolizei sind noch nicht abgeschlossen. Auch der Vorwurf "Vortäuschung einer Straftat" wiegt schwer. Bei Erwachsenen bewegt sich der Strafrahmen laut Staatsanwaltschaft von einer Geldstrafe bis hin zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Bei Minderjährigen könnte es im günstigsten Fall auch bei einer Verwarnung bleiben.

(gap)
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