| 10.11 Uhr

Leverkusen
Graffiti: Türkei übte auch Druck auf Straßen.NRW aus

Leverkusen. Der Versuch des türkischen Generalkonsulats in Köln, einen Betriebsleiter der Stadt Leverkusen unter Druck zu setzen, ist offenbar kein Einzelfall. Dieser sollte beleidigende Graffiti-Schmierereien gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdogan an einer Unterführung möglichst schnell entfernen. Ein Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau (Straßen.NRW) bestätigte gestern, auch seine Behörde habe in diesem Jahr bereits "Post mit eindeutiger Wortwahl" vom türkischen Konsulat bekommen. In dem Schreiben sei gefordert worden, unliebsame Graffiti an einer Lärmschutzwand der Autobahn 1 im Bereich Köln umgehend zu beseitigen.

Vizekonsul Özkan Özcan hatte im vergangenen Monat den Chef der städtischen Technischen Betriebe Leverkusen in einem Brief aufgefordert, die Anti-Erdogan-Schmierereien am Europaring "unverzüglich" zu entfernen. Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) nannte die türkische Einmischung in städtische Angelegenheiten gestern "völlig überflüssig". Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte das Vorgehen des türkischen Vizekonsuls zuvor kritisiert.

(pec)
 
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