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Essen
Großrazzia bei Essener Schrotthändlern

Essen. In einem Essener Gewerbegebiet haben gestern bei einer groß angelegten Razzia Stadt, Zoll und Polizei Schrotthandelsbetriebe unter die Lupe genommen. Mehrere hundert Bedienstete waren im Einsatz. Anlass war nach Stadtangaben unter anderem die Vermutung, dass in den Betrieben gegen Umweltrecht verstoßen wird. "Wir hatten in den vergangenen Jahren mehrfach Einsätze, bei denen Umweltstraftaten begangen wurden" sagte ein Polizeisprecher. Unter anderem seien Flüssigkeiten aus Autos oder Kühlschränken ins Erdreich gelangt. Auch sei in dem Gewerbegebiet wiederholt Diebesgut gefunden worden.

Als die Behörden am Vormittag anrückten, wollten den Angaben zufolge mehrere Menschen fliehen. Zwei von ihnen hätten sich dabei verletzt. An einer Bahnstrecke habe die Bundespolizei fünf weitere Personen an der Flucht hindern können, sagte ein Sprecher der Landespolizei. Auch ein Hubschrauber sei im Einsatz gewesen.

Nach Worten einer Stadtsprecherin wird nun etwa untersucht, ob die angetroffenen Mitarbeiter ordentlich angemeldet sind und die Unternehmen die erforderlichen Genehmigungen besitzen. Auch habe sich die Stadt einen Überblick verschaffen wollen über die zahlreichen, durch hohe Mauern abgeschirmten Betriebsgelände in dem großen Gewerbegebiet. Auch die Feuerwehr sei beteiligt gewesen und habe den Brandschutz überprüft.

(dpa)
 
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