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Kleve/Neuss
Hacker-Angriff trifft auch Kliniken in Kleve und Kalkar

Kleve/Neuss. Neben dem Lukaskrankenhaus in Neuss sind von einem Computervirus auch Computer der Katholische-Karl-Leisner-Trägergesellschaft mit Klinikstandorten in Kleve und Kalkar betroffen. Am Niederrhein hat das Virus seit Dienstag einige Server infiziert. Dort seien aber Verwaltungs- und keine Patientendaten gespeichert, teilte der Sprecher der Kliniken, Christian Weßels, gestern mit. Von Sebastian Bergmann und Katrin Haas

Nach Informationen unserer Redaktion haben Computerviren außerdem Rechner von Krankenhäusern in Mönchengladbach, Essen und Köln befallen. Das LKA ermittelt im Neusser Fall und bestätigte, dass schon Ende 2015 eine Klinik in NRW von einem Computervirus betroffen war. Ebenso wie in Neuss haben die Kliniken in Kleve und Kalkar ihre Server abgeschaltet, um das Virus aufzuhalten. In Kleve und Kalkar sei die Versorgung der Patienten nicht beeinträchtigt. "Die betroffenen Rechner befinden sich in einem Netzwerk, das lediglich zur Dateiablage unserer beiden Krankenhäuser St.-Antonius-Hospital Kleve und St.-Nikolaus-Hospital Kalkar genutzt wird", sagt Weßels.

Im Lukaskrankenhaus in Neuss stellen sich die Mitarbeiter darauf ein, am Wochenende ohne Computerunterstützung zu arbeiten. Patienten mit Herzinfarkt oder Schwerverletzte werden derzeit nicht aufgenommen. Seit Mittwoch hat das Krankenhaus alle Rechner abgeschaltet. "Die Versorgung können wir aber sicherstellen. Wir arbeiten quasi im Handbetrieb", sagte der kaufmännische Geschäftsführer der Städtischen Kliniken, Nicolas Krämer. "Wir bekommen aktuell viele Anrufe von Kliniken und Firmen aus der Region und anderen Bundesländern, die mit ähnlichen PC-Problemen zu kämpfen haben", betonte Sprecher Andreas Kremer.

Quelle: RP
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