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Krefeld
Hätte das Jugendamt die Tat in Krefeld verhindern können?

Krefeld. Nach der tragischen Tat der 33-Jährigen, die am Montagmorgen ihre drei Kinder aus dem Fenster einer Wohnung in Krefeld-Hüls geworfen hat, meldet sich ein Altenpflegehelfer zu Wort. Er will Anfang des Jahres Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen und entsprechende Hinweise gegeben haben. "Die Kinder trommelten damals mit ihren Händen gegen die Scheibe, sie sahen verunsichert und verängstigt aus", so der Altenpflegehelfer. Er habe den Vorfall dem Jugendamt gemeldet: "Heute mache ich mir Vorwürfe, dass ich nicht weiter nachgehakt habe.

" Das wirft die Frage auf, ob die Tat hätte verhindert werden können. Jugendamtsleiter Gerhard Ackermann teilte gestern mit, dass entsprechende Unterlagen bei der Verwaltung durchgesehen worden seien: "Es war keine Meldung bezüglich dieser Familie oder dieser Adresse zu finden." Laut Staatsanwaltschaft ist der Gesundheitszustand der Geschwister weiterhin "ernst aber stabil". Die Mutter wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

(jon)
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