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Wir sind Heimat
Das Wandern ist des Herbstes Lust

Wir sind Heimat: Das Wandern ist des Herbstes Lust
Sonnenplätzchen: In Oberkirsbach herrscht Bergische Idylle: Fachwerk und Schiefer, Buchsbäume und Geranien, Pferdegewieher und Gänsegenschnatter. FOTO: Ludmilla Hauser
Leverkusen. Leverkusen ist Chemie, Verkehr und Lärm - ja. Leverkusen ist aber auch in der glücklichen Lage zwischen Bergischem Land und Rhein situiert zu sein. Wer sich hier auf wanderbeschuhte Streifzüge begibt, wird belohnt mit Aus- und Einsichten, Natur und Kultur, Geschichte und Geschichten. Von Ludmilla Hauser

Heimat? Kenn ich schon. Wirklich? Eine Wanderung um Leverkusen kann zu einer Entdeckungsreise in die Umgebung werden, die man glaubt, wie die Westentasche zu kennen. Guter Ausgangspunkt für einen Streifzug ist etwa der Wanderparkplatz an der Dhünn gegenüber des Sportplatzes Odenthal-Altenberg. Von hier gibt's unzählige Möglichkeiten - Hexenroute, Grafen- und Mönchsweg, Pulverroute, Mühlenroute, entlang der Dhünn Richtung Hummelsheim und dort auf den Rundwanderweg um Leverkusen oder in die andere Richtung zu Dom, Eifgenburg... oder man folgt Wanderkarte und Nase hinein in die Bergischen Hügel.

Wer in Odenthal das Lokal Herzogenhof passiert hat und kurz drauf links in die Straßen Herzogenfeld abbiegt, stößt auf den Wanderweg A 2, der bergab führt - vorbei an kleinem Kreuz, Kapelle, Friedhof und über die Scheurener Straße in Richtung Selbach. Dort bezaubern nicht nur Fachwerkhäuser, sondern auch ein unerwarteter Standkorb in einem Garten. Kurz hinter Selbach beginnt der Wald. An dessen Rand lockt das Panorama von Odenthal mit der romanischen Kirche St. Pankratius (ein Besuch lohnt).

Der Weg führt nach Oberkirsbach, ein Fachwerkhof, Pferdekoppeln, Gänse und Aussicht satt. Wer am Fuß des Berges in Höffe ankommt, mag in "Nadines Forellenhof" am Bächlein (aber mit Straßenverkehr) einkehren oder macht sich an den recht steilen Aufstieg in den Wald. A2 führt auf die Scheurener Straße. Wer jetzt der Markierung ">8" folgt, wird kurz vor Scheuren mit phänomenaler Aussicht auf Bergische Hügel belohnt (wer Glück hat, ergattert einen Platz auf der grandios platzierten Bank). ">8" führt weg von der Scheurener Straße und über Großspezard durch den Wald in Richtung Bülsberg. Hier lohnt der Blick nach oben. So manches Dach ziert eine Hexe - Deko oder erinnert das doch an Odenthals Hexenhistorie?

Ein Hauch von Schwarzwald: Die Hofschaft Selbach erreichen Autofahrer wie Wanderer und Reiter über eine schmale, gewundene Straße. FOTO: Ludmilla Hauser

Von Bülsberg ist es bergab nicht weit bis zu den Altenberger Fischteichen. Von dort geht es zur L101 durchs Tal. Wer mag, meidet die Straße und nimmt den Wanderpfad A1 entlang der Dhünn. Bis eine Brücke mit Aussicht auf Schoss Strauweiler über den Fluss zur L 101 führt. Die entlang Richtung Altenberg geht es zurück zum Parkplatz. Rund zwölf Kilometer Heimat hat der Wanderer durchschritten - samt etlicher Entdeckungen.

Quelle: RP
 
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