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Bergischer Panoramasteig
Panorama aus Wäldern, Wasser und Weilern

Bergischer Panoramasteig: Panorama aus Wäldern, Wasser und Weilern
Der Klettergarten in Hückeswagen bietet eine andere Form der Bewegung - und eine Vogelperspektive. FOTO: Weitzdörfer
Remscheid. Die Etappe vier des Bergischen Panoramasteigs führt auf 22 Kilometern von Wermelskirchen-Dhünn über Hückeswagen nach Radevormwald. Sie bietet einen schönen Mix aus Natur, Dörfern und historischer Altstadt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der Bergische Panoramasteig könnte kaum malerischer liegen: Auf einer Länge von 246 Kilometern führt der Wanderweg quer durch den Naturpark Bergisches Land. Aufgeteilt ist der Panoramasteig in zwölf Etappen - schließlich sind knapp 250 Kilometer Wanderweg nicht am Stück zu bewältigen. Es bietet sich auch an, sich Zeit zu nehmen, die Landschaft zu genießen und sich auf die verschiedenen Etappen mit den Sehenswürdigkeiten der Region einzulassen.

Die einzelnen Etappen sind zwischen 16,3 und 24,6 Kilometer lang. Es handelt sich beim Bergischen Panoramasteig um einen Rundweg. Start- und Zielpunkt ist Engelskirchen-Ründeroth. Aber selbstverständlich können auch die einzelnen Etappen abgewandert werden.

Einer der Abschnitte, in der offiziellen Zählweise die Nummer vier, führt von Wermelskirchen-Dhünn über die Schloss-Stadt Hückeswagen nach Radevormwald. Er hat eine Länge von 22 Kilometern, seine Wegdauer wird offiziell mit sieben Stunden angegeben. Je nach der ganz persönlichen Wandergeschwindigkeit kann sie aber natürlich auch variieren. Im Selbstversuch bewältigte der Autor die Strecke in sechseinhalb Stunden. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert, immer erkennbar an den kleinen, rechteckigen und gelben Plaketten, die an Bäumen, Pfosten oder auch einmal an Verkehrsschildern angebracht sind.

Perspektivwechsel beim Wandern inklusive: Asiatische Kunst in Radevormwald, das Hückeswagener Schloss und die Wupper-Vorsperre. FOTO: Moll, Büllesbach, privat

Als Startpunkt sollte man nach Wermelskirchen-Dhünn fahren. Los geht es am südlichen Ortseingang, etwa 400 Meter von Dhünn Ortsmitte gelegen. Wer mit dem Bus nach Dhünn fährt, steigt an der Haltestelle Ortsmitte aus und ist in wenigen Minuten am Startpunkt angelangt.

Prägend für die Etappe vier ist ein Mix aus Wäldern und Feldern, Städten und Ortschaften. Dazu kommen die wunderschöne Natur rund um die Wupper-Vorsperre, und der schöne, historische Ortskern in Hückeswagen mit dem Schloss.

Zunächst aber startet der Wanderer vom Ortseingang in Dhünn in ein kleines Wäldchen, das er durchquert und nach schon nach wenigen Hundert Metern wieder verlässt. Der Weg steigt auf den ersten Kilometern relativ stark an - allerdings muss man sich keine Sorgen vor allzu großen Höhenunterschieden machen.

Die ausgewählte Etappe beginnt auf einer Höhe von etwa 200 Metern über dem Meeresspiegel und endet auf etwa 380 Metern, es gibt zwischendurch die eine oder andere größere Steigung zu überwinden. Die Route ist aber für alle Altersgruppen gut zu bewältigen.

Sie führt den Wanderer auf seinem Weg in die Schloss-Stadt vorbei am Golfclub Dreibäumen, dessen große Ausdehnung beim Vorbeiwandern deutlich wird. Dabei geht es immer wieder durch verschiedene kleinere Ortschaften und Weiler mit teils malerischen oder auch kuriosen Namen: Knochenmühle, Schneppendahl und vorbei am Dachsberg, um nur einige zu nennen.

Der Wanderweg führt dabei stets auf Straßen oder gut ausgebauten Wegen entlang und ist gut ausgeschildert. Beim Selbstversuch war es trocken, allerdings kann es bei entsprechend schlechter Witterung an einigen Stellen durchaus matschig werden. Daher sollte man auf passendes, festes Schuhwerk achten. So etwa, wenn man in Hückeswagen angekommen ist und am Pferdehof Wegerhof vorbei den Feldweg in Richtung Hallenbad betritt. Dort passiert der Wanderer ein kleines Wäldchen, in dem der Hückeswagener Klettergarten angesiedelt ist. Wer mag, kann dort ein wenig durch die Baumwipfel turnen - oder den Kletterern dabei zusehen. Auch ein Besuch der Hückeswagener Altstadt mit dem über der Stadt thronenden Schloss lohnt sich.

Der Beschilderung folgt man weiter über Pixwaag in Richtung Wupper-Vorsperre. Beim Weg an der Vorsperre entlang lohnt es sich, den Blick über die ausufernden Wälder schweifen zu lassen und den zahlreichen Wasservögeln beim Planschen zuzusehen.

Bänke laden zu einer kurzen Rast ein. Nachdem man die Staumauer überquert hat und dem Weg weiter gefolgt ist, verlässt man die Wupper-Vorsperre bei Oberhombrechen wieder und bewegt sich nun langsam aber sicher auf Radevormwald zu. Der Weg führt am Wiebach entlang, einem Nebenfluss der Wupper, der in die Wupper-Talsperre mündet.

Durch Kirschsiepen und Kattenbusch kommt der Panormasteig-Wanderer dann zum erneut wunderschön benannten Ort Kaffeekanne, der das Ende der Etappe schon erahnen lässt. Und tatsächlich, nach nur wenigen Hundert Metern ist man schon am Endpunkt der vierten Etappe des Bergischen Panoramasteigs angekommen - dem Parkplatz am Schießstand Hölterhof.

Nun sind es nur noch etwa 800 Meter zum Busbahnhof in der Stadt auf der Höhe, wie die Rader ihre Heimat liebevoll nennen. Von dort kann man dann mit dem Bus über Hückeswagen zurück zum Ausgangspunkt Wermelskirchen-Dhünn fahren.

Quelle: RP
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