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Umweltministerin
Hendricks zieht Stilllegung der Atomfabrik Gronau in Betracht

Hintergrund: Die NRW-Atomanlagen
Hintergrund: Die NRW-Atomanlagen FOTO: dapd
Berlin. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will sich innerhalb der Bundesregierung für die Stilllegung der umstrittenen Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau einsetzen.

In einem Brief an NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne), der unserer Zeitung vorliegt, signalisiert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, dass sie bereit ist, über ein Ende der Atomfabrik in Gronau zu sprechen. In Berlin gebe es zwar keine gemeinsame Position, den Betrieb in Gronau zu beenden, betonte Hendricks. Außerdem habe NRW für die Anlage 2005 eine unbefristete Betriebsgenehmigung erteilt.

"Nichtsdestotrotz bin ich vor dem Hintergrund Ihrer sehr nachdrücklichen Forderung gerne bereit, die Möglichkeit einer neuen politischen Einigung zu einer Stilllegung der Anlage in Gronau innerhalb der Bundesregierung und mit dem Koalitionspartner zu erörtern", schreibt Hendricks. Zunächst müsse sie aber über die detaillierten, insbesondere zeitlichen Vorstellungen des Landes zur Stilllegung informiert werden. Beim Atomausstiegsbeschluss des Bundestags war Gronau ausgeklammert worden.

(mar)
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