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Düsseldorf
Infektionsrisiko durch Flüchtlinge nicht erhöht

Düsseldorf. Ein erhöhtes Infektionsrisiko durch Flüchtlinge ist nach Feststellung von Medizinern nicht zu befürchten. Dies gelte sowohl für die Allgemeinbevölkerung als auch für helfende Personen, teilte die Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf mit. Dies belegten sowohl "umfangreich vorliegende Erfahrungen" wie auch der "aktuelle Stand des Wissens". Eine generelle ärztliche "Inaugenscheinnahme" von Flüchtlingen, die nur auf die Erkennung vermeintlicher Ansteckungsgefahren abzielt, sei daher eine "Vergeudung von wertvollen Ressourcen".

Die Flüchtlinge erführen dadurch erneut Repressalien, die aus humanitären und medizinischen Gründen zu vermeiden seien, so die Ärztekammer. Die Ärzte plädieren für eine medizinische Erstuntersuchung aller Flüchtlinge, die sich an Symptomen orientiert und die Erhebung der Patientengeschichte miteinschließt. Zudem fordern sie die Bereitstellung von ausreichend medizinischem Fachpersonal in Flüchtlingsunterkünften.

(kna)
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