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Düsseldorf
Invasion der Marienkäfer in NRW

Düsseldorf. Die Insekten suchten am Wochenende in Scharen nach einem Winterquartier.

Es summte am Wochenende in NRW - und viele wunderten sich über die Scharen von Marienkäfern, die vielerorts zu sehen waren. Es gibt eine Erklärung für das Phänomen: Die Insekten suchen ein Quartier für den Winter.

Die Käfer halten laut Karl-Heinz Jelinek von Naturschutzbund NRW (Nabu) nach Gesteinsspalten Ausschau, in denen sie sich verkriechen können. "Im Rheinland haben wir wenig Felswände, dafür aber umso mehr Städte", sagt er. Die Tiere suchten deshalb vor allem Hauswände auf. "Es handelt sich dabei um den Asiatischen Marienkäfer", sagt Jelinek. In NRW ist diese Art vor einigen Jahren zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt worden und habe sich ausgebreitet, erklärt der Experte.

Auf der Suche nach einem Winterquartier verirrten sich auch Käfer ins Haus. Dort könnten sie jedoch nicht überleben. Jelinek: "Sie finden keine Nahrung, die Wärme macht sie agil, sie verbrauchen viel Energie und sterben." Deshalb ruft der Nabu dazu auf, die Tiere nach draußen zu bringen. Wer einen Garten hat, kann ihnen beim Überwintern helfen: Laubhaufen sollten liegengelassen werden. Darin können die Insekten im Winter überleben. Marienkäfer gehören zu den sogenannten Nützlingen im Garten, weil sie Schädlinge wie Blattläuse fressen.

(mre)
 
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