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Neuss
Junge ringt mit dem Tod - Onkel ist vorbestraft

Neuss. Der Junge aus dem Neusser Stadtteil Weckhoven, der am Donnerstag von Rettungskräften reanimiert werden musste, schwebt weiter in Lebensgefahr. Der Onkel, der in Untersuchungshaft sitzt und nach Polizeiangaben geständig ist, seinem Neffen die Verletzungen zugefügt zu haben, saß bereits wegen gefährlicher Körperverletzung im Gefängnis. Das bestätigte Staatsanwalt Martin Stücker gestern auf Nachfrage. Auch die Frau des Verdächtigen sei Gegenstand der Ermittlungen. Der Junge, der eine Realschule im Rhein-Kreis besucht, wohnte seit zehn Wochen bei seinem Onkel. Zuvor lebte er vier Jahre bei seinen Großeltern in Kaarst, ehe diese schwer erkrankten.

Nach Angaben von Sebastian Semmler, Jugenddezernent der Stadt Kaarst, ist der Junge noch immer in Kaarst gemeldet. Zwar habe das Jugendamt mehrfach mit der "problematischen Familie" des Kindes zu tun gehabt. Von dem Umzug des Elfjährigen zu seinem vorbestraften Onkel nach Neuss habe man aber nichts gewusst.

(jasi)
 
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