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Wuppertal
JVA-Skandal: Personal soll Patronen gestohlen haben

Wuppertal. Zwei Waffenwarte der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wuppertal-Ronsdorf stehen in Verdacht, die Patronen aus der Waffenkammer des Jugendgefängnisses entwendet zu haben. Das geht aus dem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministers Thomas Kutschaty (SPD) für eine Sondersitzung im Düsseldorfer Landtag hervor. Demnach seien die Wohnungen und Diensträume der beiden Verdächtigen von der Polizei durchsucht worden. Dabei seien Computer und Handys sichergestellt worden. Die gestohlene Munition wurde aber noch nicht gefunden.

Die Landtagsfraktionen der CDU, der FDP und der Piraten hatten die Sondersitzung beantragt, nachdem unsere Redaktion den Skandal um die gestohlenen 1000 Schuss Munition (neun Millimeter) aufgedeckt hatte. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Mai in dem Fall - zunächst gegen Unbekannt. "Im Laufe der Ermittlungen konkretisierte sich ein Anfangsverdacht gegen die beiden Waffenwarte der Justizvollzugsanstalt", heißt es im Bericht des Ministers.

Dem Bericht zufolge hatte ein Mitarbeiter die JVA am 24. April über das Fehlen der Munition informiert. An diesem Tag hatte sich eine Bedienstete in einem Lagerraum der JVA selbst mit einem Kopfschuss getötet. Der Fall soll aber in keinem Zusammenhang mit den gestohlenen Patronen stehen.

(csh)
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