| 08.40 Uhr

Köln/Marsberg
Köln: Pferd spaziert an Wache vorbei

Köln/Marsberg. Das Tier hatte sich aus der Box befreit. Im Sauerland büxten zwei Kängurus aus. Von Tim Specks

Da steht ein Pferd auf der Straße: Kölner Polizisten haben in der Nacht zu gestern einen herrenlosen andalusischen Hengst entdeckt, der an der Wache in Köln-Kalk vorbei spazierte. Gegen 1.30 Uhr hatten Polizisten draußen Hufgeräusche vernommen und daraufhin das Pferd entdeckt. Es stellte sich heraus, dass es zur Entourage der Pferde-Show Apassionata gehört, die derzeit in der Domstadt gastiert. Der Hengst war aus seiner Box ausgebrochen und hatte sich zu einem Spaziergang durch das nächtliche Köln aufgemacht.

Ein Tierbetreuer der Show, die in der nahegelegenen Lanxess-Arena präsentiert wird, schloss den Beamten gegenüber zunächst aus, dass der Hengst zu Apassionata gehört. Wenig später tauchte er jedoch wieder auf der Wache auf und gab an, das Pferd sei aus der Tiefgarage der Arena gelaufen. Dort werden die Tiere während des Gastspiels in Köln in Pferde-Boxen gehalten. "Das Pferd hat sich gegen die Rückwand seiner Box gelehnt. Vermutlich hat sich ein Bolzen gelöst, so dass die Rückwand geöffnet war und das Tier ausbrechen konnte", erklärte Siri Mylius, Sprecherin der Show. Anschließend sei Trigueno El Estribo, so der Name des elfjährigen Hengstes, gemütlich 600 Meter bis zur Wache spaziert. Üblicherweise werden die Show-Pferde von einer Stallwache beaufsichtigt. Vermutlich habe diese vom Ausbruch nichts mitbekommen, so die Sprecherin. Der Tierbetreuer führte den unverletzten Hengst schließlich zurück zur Arena.

In Marsberg wurde am frühen Freitagmorgen gegen vier Uhr ein Känguru von einem Pkw überfahren und getötet. Drei Stunden später wurde die Marsberger Polizei wegen des Funds eines weiteren Kängurus gerufen - es stand an einer Bus-Haltestelle. Gemeinsam mit dem verständigten Halter konnte das Tier zunächst auf eine nahe gelegene Weide gebracht werden. Dort wurde es mit mehreren Helfern gegen 10.30 Uhr eingefangen. Dem Tierhalter gehört auch das Känguru, das zuvor getötet worden war.

Quelle: RP
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