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Köln
Köln prüft den Einsatz von Wasserbussen auf dem Rhein

Köln prüft den Einsatz von Wasserbussen auf dem Rhein
FOTO: dpa, chc wst
Köln. Die Mehrheit des Stadtrates stimmte für das Vorhaben.

Städte wie Hamburg und London haben vorgelegt: Längst bewegen sich dort Pendler und Touristen in Wasserbussen auf Elbe oder Themse fort. Auch in Köln soll der Rhein als ein solcher Verkehrsweg genutzt werden. In einem Mehrheitsbeschluss hat sich der Stadtrat nun dafür ausgesprochen, den Rhein für den regionalen Nahverkehr nutzen zu wollen.

Ein möglicher Wasserbusverkehr auf dem Rhein könnte demnach künftig Linienverbindungen innerhalb Kölns sowie mit dem benachbarten Leverkusen, dem Rhein-Sieg-Kreis sowie der Stadt Bonn umfassen. Eine erste Verbindung zwischen dem rechtsrheinischen Köln-Porz und dem linksrheinischen Köln-Rodenkirchen soll dem Ratsbeschluss zufolge "zeitnah" realisiert werden. Die Verwaltung müsse die Möglichkeiten zunächst prüfen. Als Betreiber kommen die Kölner-Verkehrs-Betriebe sowie die Hafengesellschaft in Betracht. Mehr steht allerdings noch nicht fest - auch nicht die Art des Fahrzeugs. Möglich wären Amphibienbusse, Schiffe oder U-Boote.

In Köln sei eine Beförderung durch Wasserbusse schon wegen des geografischen Aufbaus der Stadt sinnvoll. "Es gibt einen hohen Bedarf, den Rhein zu überqueren", so eine Sprecherin der Stadt. Die zahlreichen Brücken könnten das gar nicht auffangen, sie seien an den Grenzen ihrer Kapazität. "Köln hat eine Brückenproblematik." Ein Wasserbus könnte den Verkehr auf den Brücken entlasten und Pendlerwege verkürzen.

In Düsseldorf hätte es bislang keine ähnlichen Vorhaben gegeben, sagt ein Sprecher der Stadt. Das bestätigt auch ein Sprecher der Rheinbahn. Er sieht dafür auch keine Notwendigkeit in der Landeshauptstadt: "Wir fahren mit mehreren Straßenbahnen und Bussen über die Brücken, die Verbindungen sind gut und schnell."

Ob und wann es in Köln zur Wasserüberquerung via Bus kommt, ist offen. Die Idee, den Rhein für den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, war schon lange ein Thema, so eine Sprecherin der Stadt Köln. "Bereits im Jahr 1977 gab es erste Überlegungen dazu." Ein Argument gegen den Wasserbus war, dass der Rhein eine starke Strömung hat.

(lkö)
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