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Düsseldorf/Köln
Kölner Polizei arbeitet eng mit Türstehern zusammen

Düsseldorf/Köln. Die Düsseldorfer Altstadtwirte lassen anders als einige ihrer Kollegen in Freiburg Flüchtlinge in ihre Klubs und Kneipen. "Das ist albern, was in Freiburg gemacht wird", sagte Isa Fiedler, Sprecherin der Düsseldorfer Altstadtwirte. "Wir beurteilen nicht nach Nationalität und schauen nicht auf die Pässe. Weil jemand aus einem anderen Land kommt, wird er bei uns bestimmt nicht rausgeworfen", betonte die Wirtin. Von Christian Schwerdtfeger

Die Türsteher hätten durchschnittlich 15 Sekunden Zeit, um zu entscheiden, ob jemand in den Club gelassen werde oder nicht, erklärte die Sprecherin. "Ausschlusskriterien sind unter anderem eine aggressive Grundstimmung und extreme Trunkenheit", sagte sie. Eine generelle Einlassregelung für alle Betriebe gebe es aber nicht. "Die Gäste müssen halt in den jeweiligen Klub passen", so Fiedler.

In Freiburg haben Ausländer derzeit Probleme, Diskotheken und Klubs zu besuchen. Die Betreiber begründen dies unter anderem mit sexuellen Belästigungen von Frauen, mit Diebstählen und Gewalt. "Das gibt es bei uns zwar auch gelegentlich, aber wir sperren deswegen doch keine Flüchtlinge aus", sagte ein Düsseldorfer Altstadtwirt, der anonym bleiben möchte. Tatsächlich kommt es besonders an den Wochenenden in einigen Unterhaltungsbetrieben zu Diebstählen auf den Tanzflächen durch so genannte Antänzer, die nach Angaben der Polizei meist aus Nordafrika stammen. Bei diesem Trick wird das Opfer angetanzt, berührt und bestohlen.

In Köln arbeitet die Polizei eng mit der Türsteherszene an den Ringen, der Partymeile, zusammen. "Sie informieren uns sofort, wenn etwa nordafrikanische Taschendiebe und Antänzer in Gruppen unterwegs sind oder es Probleme in den Klubs gibt", sagte ein Kölner Ermittler. Die Türsteher würden sich untereinander warnen, wenn spezielle Gruppen unterwegs seien. Die Polizei betont, dass sie nur mit zertifizierten Türstehern zusammenarbeite.

Die Stadt Köln gilt als bundesweite Hochburg für nordafrikanische Antanz-Gruppen. "Das liegt vor allem an der großen Dichte an Diskotheken, Klubs und Kneipen", sagte Kölns Leitender Kriminaldirektor Norbert Wagner.

Quelle: RP
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