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Köln
Kölner Silvesternacht - Polizei kennt nicht alle Opfer

Köln. Knapp sechs Wochen nach Silvester wird nun das ganze Ausmaß der Vorkommnisse rund um den Kölner Hauptbahnhof bekannt. Das nordrhein-westfälische Innenministerium veröffentlichte gestern eine Liste aller angezeigten Vorgänge aus der Nacht in Köln. Demnach liegen der Staatsanwaltschaft bislang 987 Strafanzeigen vor. Die letzten Anzeigen gingen der Auflistung zufolge bei der Polizei am 27. Januar ein. Die erste Anzeige wurde bereits am 31. Dezember um 21.41 Uhr wegen Taschendiebstahls am Bahnhofsvorplatz erstattet. Seit dem 27. Januar seien aber noch weitere Anzeigen eingegangen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Von Christian Schwerdtfeger

Nicht in allen Fällen sind der Polizei die Opfer bekannt. Nach Angaben des Innenministeriums liegt das daran, dass auch Anzeigen durch Dritte erfolgten. Auch haben sich offenbar nicht alle Geschädigten bislang bei der Polizei gemeldet. Einige Taten konnten die Ermittler nur durch die Auswertung von Videoaufzeichnungen aus den Überwachungskameras entdecken und zur Anzeige bringen.

Bei den meisten Taten handelt es sich um Taschendiebstahl, dann erst folgen sexuelle Nötigungen und Beleidigungen, Körperverletzungen und Raub. Ein Großteil der Delikte passierte an der Trankgasse in Bahnhofsnähe. Zwischen 0.30 und 1 Uhr ereigneten sich die meisten der Straftaten.

Wegen der Übergriffe in Köln werden sich am 24. Februar erstmals zwei Tatverdächtige vor Gericht verantworten müssen. Es ist die erste Verhandlung zu den Vorfällen. Angeklagt sind ein 22 Jahre alter Tunesier und ein 18 Jahre alter Marokkaner. Sie sollen einem Mann eine Tasche gestohlen haben. Insgesamt sitzen wegen der Vorkommnisse in Köln bislang 13 Personen in Untersuchungshaft.

Quelle: RP
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