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Leverkusen
Kriminelle Machenschaften in Leverkusener Flüchtlingsheim

Leverkusen. Für Diebstähle in großem Stil sollen Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Leverkusen verantwortlich sein. Die Polizei ermittelt gegen Personen, die gewerbsmäßig Diebstähle begangen haben sollen. Den Stein ins Rollen gebracht hat ein 22-Jähriger aus Marokko, der aus Unzufriedenheit über seine Verlegung in eine andere Einrichtung Beschuldigungen gegen Mitbewohner und weitere Personen geäußert haben soll.

So stehen etwa auch Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, die mit der Betreuung der Einrichtung betraut gewesen ist, unter dem Verdacht, nicht nur von den Taten gewusst zu haben, sondern zu diesen zum Teil auch angestiftet und Diebesgut gekauft zu haben, berichtet die Polizei. Bei einer Durchsuchung der Einrichtung durch rund 30 Beamte wurden Marken-Sportbekleidung und Turnschuhe gefunden, die aus Ladendiebstählen stammen sollen. Der 22-Jährige soll nicht nur in Leverkusen, sondern auch in einigen weiteren Städten in der Region bei Taten erwischt, aber trotz einer Reihe von Vorstrafen mehrfach auf freien Fuß gesetzt worden sein.

Inzwischen wurde die Flüchtlingsunterkunft geschlossen. Ausgelegt war diese für 600 Personen, zuletzt lebten dort allerdings nur 80 Menschen. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Einrichtung zum Jahresende geschlossen wird. Offenbar haben die kriminellen Machenschaften die Umsetzung des Plans deutlich beschleunigt. Die übrigen Bewohner leben nun in einer anderen Leverkusener Einrichtung.

(rz)
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