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Motto "angekommen"
Zum vierten Mal Jüdische Kulturtage im Rheinland

Jüdische Kulturtage zum vierten Mal im Rheinland - volles Programm
Regina Plaßwilm ist die Gesamtkoordinatorin der Jüdischen Kulturtage 2015. FOTO: dpa, mb fpt
Düsseldorf. Einen Monat lang jüdisches Leben entdecken: Vom 22. Februar an sollen die Jüdischen Kulturtage im Rheinland die Vielfalt des Judentums deutlich machen. Bei 360 Veranstaltungen zeigen die Veranstalter jüdische Tänze, Musik, Film, Theater und Kunst.

Das Leitmotiv "angekommen - jüdisches (er)leben" bezieht sich auf das Jahr 1945, als viele Überlebende des Holocausts wieder im Rheinland ankamen und einen Neuanfang wagten. Heute blühe das jüdische Leben in der Region wieder. "Wir sind angekommen", sagte Herbert Rubinstein vom koordinierenden Landesverband der jüdischen Gemeinden Nordrhein am Mittwoch.

22.000 Mitglieder zählen die jüdischen Gemeinden im Rheinland. "Heute kann man auch offen darüber sprechen, was passiert ist." Ziel sei es, den Austausch verschiedener Religionen und Kulturen sowie von Gläubigen und Nichtgläubigen zu fördern.

Exklusive Einblicke in die neue Synagoge FOTO: Thomas Lammertz

Die Veranstaltungen des Festivals drehen sich um zeitgenössische jüdische Kultur. Ein besonderes Augenmerk legt Projektkoordinatorin Regina Plaßwilm auf die jüdische Identität, den künstlerischen Austausch und auf Begegnungen.

So werden in Duisburg, Düsseldorf, Köln und Leverkusen Stummfilme des 1950 verstorbenen Komikers Max Davidson gezeigt. Das Paul-Spiegel-Filmfestival feiert sein zehnjähriges Bestehen. Paul Spiegel, ehemaliger Präsident des Zentralrats der Juden, hat die jüdischen Kulturtage 1998 mit auf den Weg gebracht. Die Ausstellung "Augenblick zu Augenblick" im Düsseldorfer Stadtmuseum zeigt die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Im Malkasten in Düsseldorf wird der Graffitikünstler Kj263 über die Graffiti-Szene in Israel sprechen.

Tickets für das "Doppelkonzert: Nu meets FisFüz" im Rahmen der Jüdischen Kulturtage gibt es bei westticket.de.

(dpa)
 
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