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16. Lit.Cologne
Köln lockt die Dichter

Köln: 16. Lit.Cologne lockt die Dichter in die Stadt
Auch Martin Walser liest bei der 16. Lit.Cologne. FOTO: dpa, Patrick Seeger
Köln. Viele prominente Autoren werden auf der 16. Lit.Cologne ab 8. März zu erleben sein. Ein Überblick über das Festival und jene Lesungen, die noch nicht ausverkauft sind. Von Lothar Schröder

Bei der Lit.Cologne ist es im Grunde wie bei den Bayreuther Festspielen: In den Besitz von Karten kommt in der Regel nur, wenn man sich gefühlt siebeneinhalb Jahre vor Beginn gekümmert hat, wenn man mit dem Veranstalter, besser noch mit dem jeweiligen Autor verwandt und verschwägert ist oder im Besitz einer Rettungsdienst-Sanitäteruniform ist.

Alle anderen müssen daheim bleiben und die Bücher selber und ganz ohne Autor lesen. Oder kann die eine oder andere Veranstaltung im Radio verfolgen. Und da das Literaturfest mit seiner 16. Ausgabe schon Mitte März steigen wird, scheinen die Chancen für ein Live-Erlebnis erschreckend gering zu sein.

Nein, nein, ganz so übel ist es dann doch nicht, zumal sich die Lit.Cologne kontinuierlich vergrößert hat und jetzt bei einem Programmheft mit fast 200 Veranstaltungen angekommen ist.

Natürlich sind die sogenannten Kracher ausverkauft; und wer sich als Fan versteht, kann allenfalls versuchen, Karten vor Beginn der Lesung mit absurd viel Glück zu ergattern. Gelingt das nicht mehr, kann man immer noch die Kölner Altstadt beehren. Oder noch besser das Festivalcafé mit Rheinblick besuchen, das während der Lit.Cologne täglich von 20 bis zwei Uhr in der Früh geöffnet hat und in dem sich mitunter auch die Schriftsteller treffen.

Also: Karten zu den Veranstaltungen mit Orhan Pamuk, Martin Walser und Navid Kermani, mit Donna Leon und auch Campino, der in der Volksbühne ein wenig über die Entstehung seiner Songtexte verraten will, gibt's nicht mehr. Aber man muss nicht den großen Namen folgen; auf der Lit.Cologne lässt sich auch manche Entdeckung machen - und die wird mitunter bei den folgenden Lesungen möglich, zu denen es nach Angaben des Veranstalters noch Karten geben soll:

Donnerstag, 10. März

  • Alexander Kluge und die wilde Verlässlichkeit aus Anlass seines Buches "Kongs große Stunde"; Schauspiel Köln im Depot 1, 18 Uhr
  • Saskia De Coster & Connie Palmen. Mit Milena Karas; MS RheinEnergie/Literaturschiff, 18 Uhr
  • Wann ist man ein Mann?, fragt Michael Kumpfmüller, Comedia Theater, Roter Saal, 20 Uhr

Samstag, 12. März

  • James Rhodes - Der Klang der Wut - Wie die Musik mich am Leben hielt. Mit Niklas Kohrt, Schauspiel Köln im Depot 1, 21 Uhr

Sonntag, 13. März

  • Roland Schimmelpfennig & Sebastian Schipper an einem klaren, eiskalten Januarmorgen . . ., COMEDIA Theater, Grüner Saal, 18 Uhr

Montag, 14. März

  • Thea Dorn und die Unglückseligen, Comedia Theater, Roter Saal, 18 Uhr
  • Yvonne Adhiambo Owuor & Taiye Selasi. Mit Melanie Kretschmann, Volksbühne am Rudolfplatz, 18 Uhr
  • Hjorth & Rosenfeldt sind Menschen, die es verdienen. Mit Stefko Hanushevsky, Theater am Tanzbrunnen, 18 Uhr
  • Riad Sattouf, Boris Aljinovic und der blonde Araber, Volksbühne am Rudolfplatz, 21 Uhr

Dienstag, 15. März

  • Der Kracher von Moskau - oder: das wichtigste Freundschaftsspiel der Welt. Mit Thomas Grimm, Fritz Pleitgen & Peter Lohmeyer, RheinEnergie-Stadion, Zugang: VIP-Eingang West, 18 Uhr
  • John Banville trifft Benjamin Black. Mit Guido Lambrecht, Schauspiel Köln im Depot 1, 18 Uhr
  • Laurie Penny & Katharina Schmalenberg machen Babys, Volksbühne am Rudolfplatz, 21 Uhr

Mittwoch, 16. März

  • Nell Zink und der Mauerläufer. Mit Annika Schilling, im WDR Funkhaus, diesmal Kleiner Sendesaal, 17 Uhr
  • Miranda Richmond-Mouillot & Claudia Michelsen brechen ein altes Schweigen, Volksbühne am Rudolfplatz, 18 Uhr
  • In der Wäldern des Begehrens - Angela Steidele trifft Antje Rávic Strubel, Comedia-Theater, Roter Saal, 19 Uhr
  • Naomi Schenck & Sacha Batthyany finden Leichen im Keller, Comdeia-Theater, Grüner Saal, um 19.30 Uhr

Donnerstag, 17. März

  • Die Welt hört nicht auf für Bilal Tanweer & Thomas Brandt, Comedia-Theater, Roter Saal, 18 Uhr
  • Anne Gesthuysen verlangt: Sei mir ein Vater!, MS RheinEnergie/Literaturschiff, 18 Uhr
  • Colin Barrett & Robert Stadlober mischen die Kleinstadt auf, Comedia-Theater, Roter Saal, 21 Uhr

Freitag, 18. März

  • Helge Timmerberg über ein Leben zwischen Bielefeld, Havanna und den Himalaya, eine Veranstaltung auf dem Rheinenergie-Literaturschiff ab 19.30 Uhr

Samstag, 19. März

  • Wir gratulieren! Sina Klein & Gerrit Wustmann werden gepriesen - im Schauspiel Köln im Depot 2 um 18 Uhr
Quelle: RP
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