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Konzert von Queens of the Stone Age
Steinzeit-Rock in Oberhausen

Queens of the Stone Age: Steinzeit-Rock in Oberhausen
Die Queens of the Stone Age bei ihrem Konzert in Wien am vergangenen Sonntag. FOTO: afp
Die Queens of the Stone Age haben am Donnerstag in der Arena Oberhausen ein Konzert gespielt. Die Halle war weit entfernt von ausverkauft, der Sound der Band von vorgestern.  Von Max Florian Kühlem, Oberhausen

Natürlich ist der Name der Band Queens of the Stone Age ironisch gemeint, entstanden beim lockeren Gespräch unter Musikfreunden: "Ihr klingt wie die Königinnen der Steinzeit." Aber jeder Quatsch hat seinen wahren Kern und der Sound der Gruppe um das einzige ständige Mitglied Josh Homme klingt tatsächlich wie von vorgestern. Etwas hat überlebt.

Dass Alternative Rock klassischer Bauart die stabilste Fanbasis hat, trifft allerdings offenbar nicht mehr zu. Gut 5000 Fans strömen zu einem von vier Deutschland-Auftritten in die Arena Oberhausen, mehr als doppelt so viele hätten hineingepasst. Für den Sound, den die vor gut zwanzig Jahren gegründeten Queens of the Stone Age auch auf der Tour zum aktuellen Album "Villains" spielen, wird oft noch ein anderer Begriff ins Feld geführt: "Stoner Rock". Der hat zum einen mit der Herkunft der Band aus der Wüste Kaliforniens zu tun, zum anderen mit dem englischen Ausdruck "stoned", also "bekifft".

Die Musik kommt kaum beim Publikum an

Tatsächlich weht im Zuschauerraum ab und an Grasgeruch vorbei. Wo die Joints unsichtbar bleiben, sind die riesigen Bierbecher präsent, die die meist männlichen Fans im Alter von 35 Jahren aufwärts im Akkord in den Saal schleppen und anschließend auf die ständig überfüllten Toiletten bringen. Die stoischen Klänge aus harten Gitarrenriffs, pumpendem Bass, exakt hämmerndem Schlagzeug und ab und an elektronischen Klangflächen, die dem Industrial-Sound entlehnt sind, entfalten dementsprechend kaum sichtbare Wirkung im Publikum. Wenn nicht gerade Hits wie "No One Knows" oder "Make It Wit Chu" gespielt werden, steht es meist einfach da, wankt leicht hin und her wie die elastischen Stelen, die das einzige Bühnenbildelement bilden.

Josh Homme tritt die Stelen gerne um, zum Beispiel nach der Zwischenansage, in der er betont, dass er auf Regeln und Gesetze pfeift und dass heute, am Donnerstag, Samstag sei. Später nimmt er eine Stele in die Hand und macht eine Masturbationsgeste. Sex, Drogen und Rock'n'Roll, diese drei, hier kommen sie in trauter Einigkeit zusammen. 

 
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