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Alte und neue Ministerpräsidentin von NRW
137 Stimmen für Hannelore Kraft

Juni 2012: Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin wiedergewählt
Juni 2012: Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin wiedergewählt FOTO: dpa, Oliver Berg
Düsseldorf. Hannelore Kraft ist im ersten Wahlgang mit 137 von 237 Stimmen als Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen wiedergewählt worden. Kraft war die einzige Kandidatin für das Amt. Nach ihrer erfolgreichen Wiederwahl will Kraft am morgigen Donnerstag ihr neues Kabinett vorstellen. Von Dana Schülbe

94 Abgeordnete stimmten mit Nein, es gab drei Enthaltungen. Im ersten Wahlgang waren für die Wiederwahl 119 Stimmen nötig. Die Wahl galt bereits im Vorfeld als sicher. Denn mit 128 von insgesamt 237 Mandaten verfügt die rot-grüne Koalition über eine komfortable Mehrheit im Düsseldorfer Parlament. Zudem hatten einige Piraten angekündigt, für Kraft stimmen zu wollen.

Die Regierungschefin wurde gemäß der Verfassung in geheimer Wahl bestimmt. Die Abgeordneten wurden namentlich aufgerufen und stimmten schriftlich über das Ministerpräsidentenamt ab.

Als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, gab es minutenlangen Applaus. Die Mitglieder der Fraktionen beglückwünschten Kraft und überreichten ihr Blumensträuße. Im Anschluss legte Kraft fehlerfrei den Amtseid ab und fügte am Ende hinzu: "So wahr mir Gott helfe."

Kraft spricht von phantastischem Ergebnis

Kraft sagte in ihrer kurzen Rede nach der Wahl: "Vielen Dank für dieses phantastische Ergebnis. Ich werde versuchen, dieses Vertrauen zu rechtfertigen." Sie verspreche, dass ihre rot-grüne Regierung das fortführen werde, was sie in den vergangenen beiden Jahren begonnen habe. Dabei sprach sie auch an, weiter über alle Fraktionen hinweg einen offenen Dialog führen zu wollen.

"Ich nehme diese Aufgabe an demütig, aber auch mit viel Kraft und Engagement", so Kraft weiter. "Ich werde mein Bestes geben – und ich bitte sie: Helfen sie dabei mit." Anschließend sorgte die alte und neue Ministerpräsidentin für Lacher im Saal, als sie nicht zurück zu ihrem Platz im Plenum ging, sondern sofort auf den Ministerpräsidentensitz zusteuerte, wo sie ganz allein Platz nahm.

In den vergangenen beiden Jahren regierte Kraft mit einer rot-grünen Minderheitsregierung das bevölkerungsreichste Bundesland. Bei ihrer Wahl 2010 benötigte die SPD-Politikerin zwei Wahlgänge.

Bereits am Montag hatten die Spitzen von SPD und Grünen den Koalitionsvertrag für die Neuauflage des Regierungsbündnisses unterschrieben. Nach ihrer erfolgreichen Wiederwahl will Kraft am morgigen Donnerstag ihr neues Kabinett vorstellen.


(das/csi/das/csr)
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