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Arnsberg
Unbekannte schießen auf AfD-Büro im Sauerland

AfD: Unbekannte schießen auf Parteibüro im Sauerland
Der Staatsschutz ermittelt, nachdem drei Einschusslöcher am Fenster eines Büros der AfD in Arnsberg entdeckt wurden. FOTO: dpa, fg jai
Arnsberg. Im Fenster des Büros der Alternative für Deutschland im sauerländischen Arnsberg wurden drei Einschusslöcher entdeckt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz. 

Unklar war zunächst, ob die Tat mit einer Schusswaffe oder mit einer Stahlkugelschleuder verübt wurde. Auch der Zeitpunkt der Tat ist unklar. Die drei Löcher in der Scheibe des im Stadtzentrum gelegenen Büros der AfD-Ratsfraktion fielen erst am Mittwoch auf.

Zwei Geschosse durchschlugen die Schaufensterscheibe des ehemaligen Ladenlokals, das von den Lokalpolitikern für Versammlungen genutzt wird. Verletzt wurde niemand.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen in der Sauerland-Stadt übernommen. Die Polizei machte zunächst keine Angaben, ob und welche Projektile gefunden wurden.

Zu Gewalt kam es auch am Rande einer AfD-Veranstaltung in Frankfurt. Rund 100 Demonstranten protestierten gegen eine Veranstaltung mit dem stellvertretenden Partei-Vorsitzenden Alexander Gauland. Bei einer Rangelei zwischen der Polizei und Demonstranten wurde eine Frau verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Gauland distanzierte sich bei der Veranstaltung von Äußerungen der Parteichefin Frauke Petry zum Schusswaffen-Gebrauch gegen Flüchtlinge. Sie habe die Rechtslage erklären wollen, sagte Gauland. "Ich gebe aber offen zu, das ist ihr nicht so gut gelungen. Aber dass man uns vorwirft, wir würden auf Menschen schießen lassen, ist nichts als üble Hetze." Die Äußerung nannte er unklug. "Ich kann das nicht entschuldigen. Es war ein Fehler. Da ist uns was durchgerutscht."

(pst/dpa)
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