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Erfassung von Asylbewerbern
Alle Flüchtlinge registriert? – NRW widerspricht Bamf

Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab
Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab FOTO: dpa, ua fpt
Düsseldorf. Alle Flüchtlinge in Deutschland seien inzwischen registriert, meldete am Dienstag die Bundesanstalt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Jetzt widerspricht das NRW-Innenministerum: In Nordrhein-Westfalen sind demnach Zehntausende von Flüchtlingen nicht erfasst.  Von Detlev Hüwel

Allerdings sei man zuversichtlich, dass die Registrierung der "Altfälle" unter den Flüchtlingen zügig vonstattengehe.

Derzeit könnten 1500 Menschen pro Tag erfasst werden; ab nächster Woche würden es sogar 1700 sein, sagte ein Ministeriums-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Die Flüchtlinge werden vom Land mit Bussen in die fünf neuen "Ankunftszentren" in Mönchengladbach, Bonn, Dortmund, Bielefeld und Münster gefahren. Dort werden sie für ein gemeinsames Datensystem registriert; zugleich können sie ihren Asylantrag stellen.

Bislang haben sie lediglich eine "Bescheinigung über die Meldung als Asylbewerber" (Büma), die sie zum Empfang sozialer Leistungen berechtigt. Die Büma ersetzt aber nicht den offiziellen Asylantrag.

Die CDU hat kritisiert, dass das Land die Asylbewerber bereits vor der Antragstellung an die Kommunen verteilt und viel zu spät zentrale Registrierstellen für sie eingerichtet habe. Noch vor wenigen Wochen lag die Zahl der nichtregistrierten Flüchtlinge in NRW bei über 100.000.

(hüw)
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