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Terroranschläge in Brüssel
Flaggen in NRW wehen heute auf halbmast

Anschlag in Brüssel am Flughafen: Flaggen in NRW auf halbmast
Vor der belgischen Botschaft in Berlin wehten die belgische und die EU-Flagge bereits am Dienstag auf halbmast. FOTO: dpa, fis sab
Düsseldorf. Der Terror von Brüssel hat auch NRW erschüttert. An den Gebäuden von Land und Kommunen wehen die Flaggen auf halbmast. Damit wolle NRW der Opfer der Terroranschläge gedenken, sagte Innenminister Jäger (SPD).

In Nordrhein-Westfalen werden am Mittwoch die Flaggen an allen Dienstgebäuden des Landes und der Kommunen auf halbmast gesetzt. Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat die Trauerbeflaggung nach den Terror-Anschläge von Brüssel angeordnet. Damit wolle Nordrhein-Westfalen Anteil an den schrecklichen Ereignissen in Belgien nehmen und der Opfer der Terroranschläge gedenken.

Islamistische Terroristen hatten in Brüssel mit Bombenanschlägen mindestens 34 Menschen getötet. Etwa 230 Menschen wurden am Dienstag bei den Attentaten am Flughafen und in einer U-Bahnstation mitten im EU-Viertel verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) übernahm die Verantwortung für die Angriffe.

Deutschland erhöht die Sicherheitsmaßnahmen FOTO: dpa, hk gfh

Die Sicherheitsbehörden haben keine Anhaltspunkte für konkrete Gefahren in Nordrhein-Westfalen. "Die Polizei hat keine Hinweise in Bezug auf Deutschland", sagte Jäger. Dennoch hätten Bund und Länder verabredet, offene und verdeckte Sicherheits- und Schutzmaßnahmen hochzufahren sowie Grenzkontrollen zu verstärken.

Zugverkehr läuft wieder an

Der Zugverkehr nach Belgien soll am Mittwoch wieder anlaufen. Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge sollen mit Ausnahme weniger Züge wieder fahren - auch von Nordrhein-Westfalen über Brüssel nach Paris. Ein normalerweise in Dortmund startender Zug werde erst ab Köln fahren, teilte das Unternehmen mit. Auch die Deutsche Bahn will ihre Züge zwischen Frankfurt und Brüssel wieder regulär fahren lassen, wie eine Sprecherin sagte.

Jäger kritisierte die belgischen Sicherheitsbehörden. Die Täter seien strukturiert und abgesprochen vorgegangen. "Das setzt Zellenbildung voraus", sagte er. Es sei "das Erschreckende, dass eine solche Zelle dort nicht entdeckt werden konnte". Jäger betonte aber auch, dass die belgischen Behörden ihre Terrorabwehr in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt hätten und erheblichen kontrolldruck auf die Szene ausübten.

Unterdessen laufen die Ermittlungen nach den Anschlägen weiter auf Hochtouren. Ein Taxifahrer hat den Ermittlern entscheidende Hinweise auf die Täter gegeben.

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(lsa/lnw)
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