| 16.13 Uhr

CDU-Vize Armin Laschet
"In NRW kommen weder Fracking noch Probebohrungen"

Hintergrund: So funktioniert Fracking
Hintergrund: So funktioniert Fracking
Berlin. Das Thema Fracking ist für Nordrhein-Westfalen offenbar vom Tisch. Die große Koalition will den Bundesländern die Entscheidung über die umstrittene Erdgas-Fördermethode überlassen.

"Das Bundesgesetz ist jetzt so formuliert, dass ein Ländervorbehalt im Gesetz steht", sagte der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet am Dienstag im Bundestag. Zudem sei festgeschrieben, dass das Parlament auf Grundlage eines Expertenberichts bis 2021 entscheide. In Nordrhein-Westfalen kämen weder Fracking noch Probebohrungen in Frage, sagte Laschet, der auch Landeschef der NRW-CDU ist. "Dieses Gesetz schließt Fracking in Deutschland quasi aus."

Zuvor war bekannt geworden, dass im Dauerstreit über Fracking zwischen den Fraktionen von SPD und Union eine Einigung in Sicht ist. Ein vom Kabinett verabschiedetes Gesetz lag im Bundestag über ein Jahr auf Eis, da es Mitgliedern beider Fraktionen nicht streng genug war. Die Landesgruppe NRW hatte in der Unionsfraktion zu den Kritiker des Gesetzes gehört. Die Opposition fordert ein deutschlandweites Fracking-Verbot.

Beim Fracking wird aus tiefen Gesteinsschichten unter hohem Druck und Chemikalien-Einsatz Gas gewonnen. Gegner befürchten unter anderem, dass das Grundwasser belastet wird und es zu Erdbeben kommt.

(felt/dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

CDU-Vize Armin Laschet: In NRW kommen weder Fracking noch Probebohrungen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.