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Flüchtlinge in NRW
Im Großen und Ganzen macht Minister Jäger einen guten Job

Flüchtlinge in NRW: Ein Erfolg für Ralf Jäger
Innenminister Ralf Jäger (SPD). FOTO: dpa, mov fdt
Meinung | Berlin. Marokkanische Flüchtlinge haben kaum Chancen auf Anerkennung. Zuletzt hatte NRW deutlich mehr von ihnen aufgenommen als jedes andere Bundesland. Jetzt stoppt das Land die Aufnahme. Ein Erfolg für den Innenminister. Von Thomas Reisener

Im Umgang mit der Flüchtlingskrise ist NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) erfolgreicher als die Bundesregierung. Berlin findet seit über zwei Jahren keine wirksame Maßnahme gegen das Flüchtlings-Chaos und arbeitet sich ohne jeden Erfolg an der Durchsetzung einer europäischen Lösung ab. Jäger fängt die Folgen halbwegs gekonnt auf.

Das Problem der aus guten Gründen besonders unbeliebten Flüchtlinge aus Marokko, die zuletzt zu 80 Prozent nach NRW gelenkt wurden, hat er zum Beispiel gelöst: Sie werden nun gerechter auf die Bundesländer verteilt. Einen vergleichbaren Verteilungserfolg kann die Bundeskanzlerin auf europäischer Ebene nicht vorweisen. Auch werden die Flüchtlinge in NRW relativ gut untergebracht. Die Zeltstädte, die andere Länder hilflos errichten, sucht man hier vergebens. NRW zahlt überdurchschnittliche Hilfen an die Kommunen und reagiert vorausschauend mit mehr Lehrern und Fachkräften.

Klar, man kann immer alles noch besser machen. Aber im Großen und Ganzen macht Jäger beim Thema Flüchtlinge einen guten Job.

Quelle: RP