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NRW-Agrarministerin Schulze Föcking
"Wir müssen Glyphosat deutlich restriktiver einsetzen"

Glyphosat-Debatte: NRW-Agrarministerin Schulze Föcking für restriktiveren Einsatz
NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking. FOTO: dpa, ve gfh
Düsseldorf. NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU) befürwortet einen restriktiveren Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat. In manchen Bereichen sei es aber gut, dass es Glyphosat gebe.

"Wir müssen Glyphosat deutlich restriktiver einsetzen und die Mengen verringern. In der Vergangenheit ist es in großem Maßstab eingesetzt worden. Das geht so nicht und ist auch gar nicht nötig", sagte die Landesministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in einem Interview in der Samstagsausgabe der "Westfälischen Nachrichten" (Samstag).

Für die Erntereife brauche man kein Glyphosat, das mache die Natur sehr gut alleine. "Und auch alle Gartenbesitzer sollten sich sehr gut überlegen, ob sie das Mittel wirklich brauchen, oder ob es keine anderen Möglichkeiten gibt."

Sachgerechte Anwendung nötig

Nötig seien eine sachgerechte Anwendung, Alternativen und Auflagen, damit der Einsatz reduziert werde. "Aber es gibt Bereiche und Pflanzen wie die Herkulesstaude oder das Jakobskreuzkraut - Unkräuter, die teilweise hochgiftig sind: Da ist es gut, dass man ein Mittel wie Glyphosat hat", erläuterte Schulze Föcking.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und ihr Agrarkollege Christian Schmidt (CSU) liegen bei Glyphosat im Streit.

Deutschland hatte auf Geheiß Schmidts der weiteren Verwendung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in Europa zugestimmt. Damit hatte sich Schmidt ausdrücklich über den Willen von Hendricks hinweggesetzt.

(ate/dpa/lnw)
 
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