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Zukunftskonvent
Kraft: Anfang 2016 NRW-Bildungskonferenz zur Digitalisierung

Fotos: Hannelore Kraft (SPD) – Ministerpräsidentin von NRW
Fotos: Hannelore Kraft (SPD) – Ministerpräsidentin von NRW FOTO: dpa, jst htf fg tmk
Oberhausen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat die Einberufung einer großen Bildungskonferenz angekündigt, die sich mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung befassen wird. Überschattet wurde die Zusammenkunft von den Terrorakten in Paris. Von Detlev Hüwel

Bei der Einberufung der großen Bildungskonferenz sollen alle Bildungsbereiche  zur Sprache kommen – von den Kitas, über Schule und Hochschule bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Der Kongress, der online vorbereitet wird, findet voraussichtlich im März – gut ein Jahr vor der der Landtagswahl – statt. Es komme  entscheidend  darauf an, wie das Land im Bildungsbereich, für den es Verantwortung trage,  auf die Digitalisierung reagiere, sagte Kraft auf dem Zukunftskonvent der von ihr geführten Landespartei in Oberhausen vor rund 450 Teilnehmern.

Überschattet wurde die Zusammenkunft von den Terrorakten in Paris.  "Wir sind alle tief erschüttert über die grausamen Taten. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Hinterbliebenen. Wir stehen in diesen schweren Stunden an der Seite Frankreichs", sagte die Regierungschefin zum Auftakt der Veranstaltung. Gerade jetzt gelte es, die gemeinsamen Werte gemeinsam zu verteidigen. Kraft: "Wir lassen uns nicht  einschüchtern." Unsere Demokratie sei stärker als Hass und Gewalt.

Kraft betonte, gerade die kleineren und mittleren Unternehmen müssten sich um die Dimension der Digitalisierung im klaren sein. "Da sind wir noch nicht weit genug." Die Unternehmen müssten Vorreiter sein, um sich am Markt zu positionieren. Die Digitalisierung umfasse alle Lebensbereiche. Wichtig sei jedoch, dass "die Menschen iin diesem Veränderungsprozess im Mittelpunkt bleiben". Kraft: "Wir müssen alle mitnemen."

Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) verwies darauf, dass NRW in den nächsten Jahren rund 500 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau zur Verfügung stellen werde. Kommunen, die nicht in der Lage seien,  einen Eigenanteil zu den Fördermitteln auch des Bundes zu übernehmen, könnten sich auf die Unterstützung des Landes verlassen. NRW sei beim Breitbandausbau zwar bundesweit am weitesten, aber es gebe noch "weiße Flecken". Deswegen lege das Land Förderprogramme insbesondere für ländliche Regionen und Gewerbegebiete auf. Duins Fazit: "Niemand wird sich dem Trend zur Digitalisierung entziehen können."

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