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Köln
NRW-CDU fordert mehr Polizei gegen illegale Raser

Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer
Illegale Autorennen: Kölner trauern um Opfer FOTO: dpa, obe fdt
Köln. Nach den mutmaßlichen illegalen Autorennen in Köln und Bremen mit mehreren Toten ruft die CDU-Fraktion im Landtag NRW nach speziellen Einsatzgruppen im Kampf gegen die Raser.

"Die Polizeibehörden müssen das Thema weiter mit Hochdruck verfolgen", forderte der stellvertretende Fraktionschef Peter Biesenbach. "Wo das Phänomen auftaucht, sollte man Beamte der Verkehrsüberwachung aus ihrer normalen Arbeit abziehen und für diesen Bereich einsetzen." Das entsprechende Modell der Kölner Polizei sei vielversprechend. "Diese Einsatzgruppen brauchen jedoch dringend mehr Personal", forderte Biesenbach am Montag in Düsseldorf auf Anfrage.

Erfolge gegen illegale Rennfahrer seien keine Frage strengerer Gesetze. "Solche Aktionen sind bereits nach geltendem Recht illegal und strafbar", sagte der CDU-Politiker. Es gebe daher kein Rechts-, sondern ein Vollzugsproblem.

Polizei kontrolliert Raser am Tanzbrunnen in Köln FOTO: Ulrich Schütz

Nach wie vor sucht die Bremer Polizei nach zwei Rasern, die für den jüngsten tödlichen Unfall bei einem mutmaßlichen illegalen Autorennen verantwortlich sein sollen. Dabei war in der Nacht zum Sonntag eine 52-jährige Frau bei einem Ausweichversuch getötet worden.

Die Staatsanwaltschaft in Köln ermittelt weiterhin auch gegen eine 35-Jährige. Sie soll zwar nicht am möglichen Rennen beteiligt gewesen sein. Aber nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" hatte sie mit ihrem Wagen abrupt und ohne zu blinken die Fahrspur gewechselt.

(lnw)