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Nach den Übergriffen von Köln
Minister Jäger will seinen Kopf retten

Meinung | Düsseldorf. Die Absetzung des Kölner Polizeipräsidenten war längst überfällig. Immer wieder hat die Polizei der Domstadt für negative Schlagzeilen gesorgt. Von Detlev Hüwel

So etwa bei den Ausschreitungen der Hooligans 2014 oder im vorigen Jahr mit dem Wirbel um das SEK.

Doch das, was in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof passiert ist, hat eine ganz andere Dimension. Die Polizei blieb weitgehend machtlos, während viele Frauen Schreckliches durchlitten.

Doch statt knallharter Ermittlungsarbeit gab es zunächst nur Beschwichtigung und Vertuschung. Sogar die Kölner Oberbürgermeisterin fühlt sich nun hintergangen.

Innenminister Ralf Jäger hat endlich die Notbremse gezogen und Albers geschasst. Damit hofft er auch, seinen Kopf zu retten. Schließlich trägt er als oberster Chef der Polizei politische Verantwortung für das ungeheure Organisationsversagen in Köln.

Jäger hätte in seiner Oppositionszeit als "empörungspolitischer Sprecher" der SPD sicher keinen Moment gezögert, bei einer ähnlichen Lage einen CDU-Minister zum Rücktritt aufzufordern.

Doch er kann jetzt damit rechnen, dass Hannelore Kraft an ihm festhält. Ein Jahr vor der Landtagswahl kann sie sich einen solchen Eklat nicht erlauben.

Über den aktuellen Stand von Köln berichten wir hier. 

Quelle: RP
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