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Gymnasien in NRW
Leistung muss wieder mehr zählen

Gymnasien in NRW: Leistung muss wieder mehr zählen
Im vergangenen Jahr verließen 2773 Jungen und Mädchen nach der Erprobungsstufe das Gymnasium. FOTO: dpa, Armin Weigel
Meinung | Düsseldorf. In NRW ist in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Schüler deutlich gestiegen, die nach der Erprobungsstufe das Gymnasium wieder verlassen müssen. Das muss sich wieder ändern.  Von Frank Vollmer

Die steigenden Zahlen von Sechstklässlern, die das Gymnasium nach der Erprobungsstufe verlassen müssen, zeigen: Für einen wachsenden Anteil von Gymnasiasten ist das Gymnasium die falsche Schulform. Das ist nicht gut.

Eine Abgängerquote von nun knapp fünf Prozent nach der sechsten Klasse mag vernachlässigenswert erscheinen - vor Ort aber bedeutet das mitunter, dass Ex-Gymnasiasten in halber Klassenstärke in die Realschulen einrücken.

In NRW ist in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Schüler deutlich gestiegen, die nach der Erprobungsstufe das Gymnasium verlassen.

Eine Möglichkeit: Probeunterricht

Es liegt auf der Hand, dass das den Unterricht dort nicht einfacher macht. Und auch für die Kinder ist der Wechsel runter vom Gymnasium (und als "runter" wird er nun mal empfunden, seien wir ehrlich) eine Belastung.

Sinnvoller als solche Korrekturmaßnahmen wäre es, bei der Auswahl der Fünftklässler mehr auf die Leistung zu schauen. Das sagen sogar manche Elternvertreter, nur nicht gern laut. Aber es stimmt ja, denn am Ende hilft es Schulen, Eltern und Schülern.

Konkret: Wenn es schon nicht durchsetzbar ist, die Grundschulgutachten wieder verbindlich zu machen, sollte zumindest über Probeunterricht geredet werden. Und - für die Schulen, die das wollen - auch über Aufnahmeprüfungen für Grundschüler mit eingeschränkter oder ohne Gymnasialempfehlung.

Quelle: RP
 
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